AUTOREN

Marcus Weyerer, CFA
Director of ETF Investment Strategy EMEA
Franklin Templeton ETFs
Die Rolle von Dividenden in Anlageportfolios
Dividenden wird zwar oft wenig Beachtung geschenkt, doch in den vergangenen Jahrzehnten haben diese maßgeblich zu den Aktionärsrenditen beigetragen. So entfielen von Dezember 1998 bis März 2025 rund 69 % des kumulierten Gesamtertrags des MSCI Europe Index auf reinvestierte Dividenden und die damit verbundene starke Wirkung des Zinseszinseffekts (Abbildung 1). Dividendenorientierte Strategien bieten potenziell mehr Stabilität, konstante Erträge und eine Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheit, sodass die Portfolios für alle Konjunkturlagen geeignet sind.
MSCI Europe Index – Nettorendite vs. Kursrendite
Dividenden können sich deutlich auf Renditen auswirken.

Diese Grafik dient ausschließlich der Veranschaulichung und stellt nicht die Wertentwicklung irgendeines Fonds von Franklin Templeton dar. Indizes werden nicht gemanagt. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind nicht berücksichtigt.
Quelle: FactSet, MSCI, Stand: 31. März 2025.
Die Nettorenditen (NR) umfassen die Erträge abzüglich der Quellensteuer bei Dividendenausschüttung.
Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftigen Renditen
Angesichts der aktuell schwierigen globalen Aussichten suchen Anlegerinnen und Anleger verständlicherweise Zuflucht in stabileren Komponenten für ein ausgewogenes Portfolio. Nach einer Ära der Dominanz von Wachstumswerten erleben Dividendenanlagen nun ein Comeback.
Unserer Ansicht nach liegt die Attraktivität von Dividendenanlagen darin begründet, dass diese die Volatilität bei Markteinbrüchen abfedern können, dabei aber nach wie vor erhebliches Aufwärtspotenzial bieten. Dividendenstrategien haben über Regionen und unterschiedliche Zeiträume hinweg immer wieder ihre defensiven Eigenschaften unter Beweis gestellt. In den drei Jahren bis zum 31. Dezember 2024 waren bei globalen, US-amerikanischen und europäischen Dividendenaktien sowohl die Volatilität als auch die maximalen Rückgänge im Vergleich zum jeweiligen Gesamtmarkt geringer. Als im vergangenen August wieder Inflations- und Zinsängste aufflammten, konnten sich Dividendenaktien vergleichsweise gut behaupten (Abbildung 2).
Risikovergleich - Breiter Markt vs. Dividenden

Quelle: Bloomberg, Analyse von Franklin Templeton. 2025.
Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftigen Renditen
Argumente für eine Allokation in europäische Aktien
Im bisherigen Jahresverlauf 2025 ist etwas Ungewöhnliches geschehen. Europäische Aktien konnten nach jahrelanger Underperformance endlich die Spitzenposition unter den globalen Aktien erreichen. Europäische Aktien sind dabei in den ersten viereinhalb Monaten des Jahres 2025 um knapp 8,5 % gestiegen und haben damit die mageren 1,1 % des S&P 500 deutlich übertroffen. Ein genauerer Blick auf die Fundamentaldaten, Bewertungen und andere Faktoren zeigt, dass der absolute und relative Auftrieb Europas kein glücklicher Zufall ist. Im Hinblick auf die makroökonomischen Gegebenheiten profitiert Europa von verschiedenen zukunftsgerichteten zyklischen Vorteilen.
Erstens ist es der Europäischen Zentralbank (EZB) im vergangenen Jahr gelungen, die Inflation zu senken. Dadurch konnte diese – anders als die US-Notenbank – ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen im Jahr 2025 fortsetzen. Der Leitzins in Europa liegt nun bei 2,0 % und ist damit ganze zweieinhalb Prozentpunkte niedriger als in den USA.
Zweitens hat die Kombination aus Russlands Bedrohung für die Souveränität Europas und der ambivalenten Haltung der USA in globalen Sicherheitsfragen dazu geführt, dass die Verantwortlichen in Europa aktiv geworden sind und entsprechende fiskalpolitische Maßnahmen ergriffen haben. Die diesjährigen Wahlen in Deutschland spiegelten einen Stimmungsumschwung wider, der in ganz Europa zu beobachten ist: Höhere Schulden und Ausgaben werden befürwortet, um die Probleme Europas in den Bereichen Militär, Energie und nationale Sicherheit anzugehen.
Diese zyklische geld- und fiskalpolitische Unterstützung scheint darauf hinzu- deuten, dass das relative BIP-Wachstum Europas im Vergleich zu den USA in den nächsten 18 Monaten zunehmen wird.
Diese Vorgänge sollten Unternehmensgewinne stützen. Nach einem verheerenden Jahr 2024, in dem die Gewinne in Europa zurückgingen, sind die Konsensschätzungen nun optimistischer. Sie prognostizieren für dieses und nächstes Jahr ein zweistelliges Gewinnwachstum. Für den S&P 500 sinken hingegen die Gewinnschätzungen für 2025.
Auch bei den Bewertungen schneidet Europa besser ab. Ein Vergleich der zukunftsgerichteten 12-Monats-Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) ergibt für den S&P 500 ein Vielfaches von 20,2, verglichen mit nur 14,2 für den STOXX Europe 600 Index.
Zudem bieten europäische Aktien Ertragsmöglichkeiten, sowohl in Form einer höheren Dividendenrendite als auf dem US-Aktienmarkt (3,2 % gegenüber 1,4 %) als auch wegen eines größeren Anteils von Dividendenaktien (93 % gegenüber 75 %). Wenn sich das globale Wachstum im weiteren Jahresverlauf abschwächt, könnten die Ertragsmöglichkeiten für viele Aktienanlegerinnen und -anleger an Bedeutung gewinnen.
Wie können Anlegerinnen und Anleger diese Chance nutzen?
Stabile Erträge und starke Bilanzen: Der Franklin European Quality Dividend UCITS ETF1 investiert in Unternehmen mit stabilen Erträgen und starken Bilanzen, die weniger anfällig für wirtschaftliche Abschwünge sind und ihre Dividendenzahlungen auch in schwierigen Zeiten aufrechterhalten können.
Nachhaltige Dividendenzahlungen: Die Unternehmen in unserer Quality-Dividend-Strategie zahlen nachhaltige Dividenden, was den Anlegern eine regelmäßige Einkommensquelle bietet und in Zeiten niedriger Zinsen besonders attraktiv ist.
Widerstandsfähigkeit in volatilen Märkten: Qualitativ hochwertige Unternehmen neigen dazu, weniger stark zu schwanken als der Gesamtmarkt, was dazu beiträgt, Verluste zu minimieren und die Performance des ETF zu stabilisieren.
| Fondswährung | EUR |
| Fondsvolumen (USD) | 371 Mio. |
| Auflegungsdatum | 06.09.2017 |
| Referenzindex | LibertyQ European Dividend Index |
| Verwendung der Erträge | ausschüttend |
| Gesamtkostenquote (TER) | 0,25 % |
| Replizierungsmethode | Physisch (vollständig) |
| Anzahl der Positionen | 51 |
| Morningstar Rating™ | ★★★★★ |
| WKN | A2DTF2 |
| Bloomberg Ticker | FLXD GR |
| ISIN | IE00BF2B0L69 |
Quelle: Franklin Templeton, Stand: 20. Juni 2025.
Outperformance des LibertyQ European Dividend Index-NR gegenüber dem MSCI Europe Index

Europäische Aktien haben sich in letzter Zeit bemerkenswert gut entwickelt. Nach dem Drawdown Anfang April haben wir eine deutliche Erholung gesehen. Der LibertyQ European Dividend Index-NR hat beispielsweise seit Jahresbeginn um 16,7 % zugelegt. Wir erwarten jedoch, dass die Volatilität weiterhin hoch bleibt und eng mit den laufenden Handelsgesprächen zwischen den USA und der EU korreliert.
Quellen:
- Ein Teilfonds von Franklin Templeton ICAV, ein Instrument zur gemeinsamen Vermögensverwaltung, das nach irischem Recht gegründet wurde.
Wo liegen die Risiken?
Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, inklusive des möglichen Verlusts der Anlagesumme. Beteiligungspapiere unterliegen Kursschwankungen und sind mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden. Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (Large Caps) können je nach Markt- und Wirtschaftslage bei den Anlegern in Ungnade fallen.
Es kann nicht garantiert werden, dass eine Nachhaltigkeit-Titelauswahl die Performance verbessert. Das Engagement in solchen Anlagefaktoren kann die Performance in bestimmten Marktumfeldern beeinträchtigen, möglicherweise über längere Zeiträume.
Internationale Anlagen sind mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu gehören Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, die zu erhöhter Volatilität führen können. Diese Risiken sind in Schwellenländern noch größer.
ETFs werden wie Aktien gehandelt. Ihr Marktwert schwankt, und sie können zu Kursen gehandelt werden, die über oder unter ihrem Nettoinventarwert liegen. Brokerprovisionen und ETF-Gebühren schmälern die Renditen. ETF-Anteile können während der Öffnungszeiten der Börse, an der sie notiert sind, zu ihrem Marktpreis gekauft oder verkauft werden. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass ein aktiver Markt für den Handel mit ETF-Anteilen entsteht oder bestehen bleibt oder dass ihre Notierung fortgeführt wird oder unverändert bleibt. ETF-Anteile können zwar an Sekundärmärkten gehandelt werden, sie werden jedoch eventuell nicht unter allen Marktbedingungen prompt gehandelt und können in Zeiten von Marktstörungen zu erheblichen Abschlägen gehandelt werden.
Alle Unternehmen und/oder Fallstudien im vorliegenden Dokument dienen lediglich der Veranschaulichung. Eine Anlage wird derzeit nicht unbedingt in einem von Franklin Templeton empfohlenen Portfolio gehalten. Die bereitgestellten Informationen stellen weder eine Empfehlung noch eine individuelle Anlageberatung in Bezug auf bestimmte Wertpapiere, Strategien oder Anlageprodukte dar und sind kein Hinweis auf Handelsabsichten für ein durch Franklin Templeton verwaltetes Portfolio.
