Was macht Investments in Infrastruktur interessant?

* Beta misst die Volatilität bzw. das systemische Risiko eines Wertpapiers oder Portfolios im Vergleich zum Markt als Ganzes
Quelle: ClearBridge Investments, Stand: 31. März 2025. Die zum Ausdruck gebrachten Meinungen können sich ohne Vorankündigung ändern und berücksichtigen nicht die jeweiligen Anlageziele, finanziellen Verhältnisse oder Bedürfnisse von Anlegern.
Infrastrukturinvestments konzentrieren sich auf Unternehmen, die essenzielle Dienstleistungen und Netze bereitstellen. Dazu zählen beispielsweise Strom- und Gasnetze, Wasserwerke, Straßen, Flughäfen, Kommunikationsmasten oder Schienennetze. Diese „echten“ Assets sind nicht nur physisch greifbar, sondern bieten aufgrund ihrer monopolähnlichen Stellung und regulierten Einnahmeströme oft planbare, inflationsgeschützte Erträge.
Im Gegensatz zu zyklischen Branchen hängen die Einnahmen von Infrastrukturunternehmen in der Regel nicht unmittelbar vom Wirtschaftswachstum ab. Viele dieser Firmen operieren auf Basis langfristiger Verträge oder staatlicher Regulierung, sodass ihre Einnahmen auch in konjunkturellen Schwächephasen bestehen bleiben. Studien zeigen: In den vergangenen 24 Jahren verzeichneten Infrastrukturunternehmen – gemessen am FT Wilshire GLIO Global Listed Infrastructure Index – lediglich in zwei Jahren ein negatives Gewinnwachstum, während globale Aktien in sieben Jahren Rückgänge bei den Unternehmensgewinnen hinnehmen mussten.1
Darüber hinaus weist der Bereich Infrastruktur historisch betrachtet eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen wie globalen Aktien oder Immobilien auf. Dadurch eignet er sich als Diversifikationsbaustein für das Portfolio.
Anlegerinnen und Anleger sollten allerdings beachten, dass Daten und Wertentwicklungen aus der Vergangenheit keine Indikatoren für zukünftige Entwicklungen sind.
Megatrends geben Infrastruktur Rückenwind
Infrastrukturinvestments könnten zukünftig von einer Vielzahl struktureller Wachstumstreiber profitieren. An erster Stelle steht der globale Klimawandel, der enorme Investitionen in erneuerbare Energien, intelligente Stromnetze, Ladeinfrastrukturen und Energieeffizienzmaßnahmen erforderlich macht.
Ein weiterer bedeutender Treiber ist die Digitalisierung. Der rapide wachsende Datenverkehr, der durch die Nutzung von Cloud-Diensten, Streaming, künstlicher Intelligenz und des Internets der Dinge verursacht wird, führt zu einer steigenden Nachfrage nach einer stabilen Energieversorgung, einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur und Rechenzentren. Auch der flächendeckende Ausbau von 5G-Netzen und Glasfaserleitungen verlangt nach massiven Infrastrukturinvestitionen.
Hinzu kommt die Urbanisierung. Das weltweite Wachstum der Städte erfordert neue Verkehrssysteme, eine neue Wasser- und Energieversorgung sowie ein neues Abfallmanagement. Laut Schätzungen der UN werden bis 2050 rund 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben, aktuell sind es etwas mehr als die Hälfte.2 Das bedeutet einen wachsenden Bedarf an moderner Infrastruktur.
Auch geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen wie der Trend zur Reindustrialisierung und die Verlagerung von Lieferketten führen dazu, dass Staaten ihre strategische Infrastruktur wieder stärker selbst in die Hand nehmen wollen – sei es im Energiesektor, beim Schienennetz oder bei Versorgungsstrukturen. Staaten werden hier zunehmend zu Investoren.
Geschätzte globale Infrastrukturausgaben 2018 - 2040

Quellen: ClearBridge Investments.
International Energy Agency (2018), World Energy Outlook, iea.org/weo2018/electricity
Zwei Fonds, ein Ziel
Für Privatanlegerinnen und -anleger ist es meist schwierig, direkt in Infrastrukturprojekte zu investieren, da diese häufig institutionellen Investoren vorbehalten sind. Eine attraktive Alternative sind börsennotierte Infrastrukturunternehmen, also Aktien von Versorgern, Betreibern von Verkehrswegen oder digitalen Netzen. Wer breit gestreut und professionell gemanagt in diese Unternehmen investieren möchte, kann auf spezialisierte Fondslösungen zurückgreifen.
Zwei dieser Lösungen stammen von dem renommierten Asset-Manager ClearBridge Investments, der zu Franklin Templeton gehört: Der FTGF ClearBridge Global Infrastructure Income Fund3 legt den Fokus auf laufende Erträge und defensive Titel mit stabilen Geschäftsmodellen. Die Income-Strategie hat das sekundäre Ziel, über einen Zyklus eine Ausschüttung von etwa 5 % zu erreichen.
Der FTGF ClearBridge Infrastructure Value Fund3 richtet sich hingegen an wachstumsorientierte Anlegerinnen und Anleger, die vom strukturellen Wandel in der Infrastrukturbranche profitieren möchten. Die Erträge im Fonds werden thesauriert.
Beide Fonds verfolgen einen fundamental geprägten Investmentansatz. Das Portfoliomanagement-Team bewertet potenzielle Investments anhand detaillierter Bottom-up-Analysen, in die auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) integriert sind. Ziel ist es, stabile Unternehmen mit hoher Ertragsqualität, verlässlicher Dividendenpolitik und strukturellem Rückenwind zu identifizieren.
Die Anlageuniversen beider Fonds werden vom ClearBridge-Infrastructure-Team erstellt und weisen einen hohen Grad an Ähnlichkeit auf. Das Value-Universum umfasst 200 Aktien und wird als „RARE-200-Universum“ bezeichnet. Das Income-Universum umfasst etwa 170 Aktien und wird als „Income-Universum“ bezeichnet. Diese Titel sollen eine Mindestrendite von 2,5 % erzielen und die Kriterien des Liquiditäts- und Dividendenmodells erfüllen. Das Value-Universum umfasst etwas mehr Aktien, da es keine vorgeschriebene Mindestdividendenrendite gibt. Aus beiden Universen werden jeweils 30 bis 60 potenziell aussichtsreiche Unternehmen für die Fonds ausgewählt.
Versorgungsunternehmen profitieren von KI
Aktuell sind beide Fonds jeweils zu rund 50 % in Nordamerika investiert. Auf dem zweiten Platz folgt Europa, dahinter liegen Großbritannien und Asien. Branchenseitig stellen Versorger mit einer Gewichtung von rund 45 % derzeit die größte Sektorposition dar. Das Portfoliomanagement schätzt Versorgungsunternehmen (Strom-, Gas- oder Wasserversorger) positiv ein. Diese Unternehmen beliefern vorrangig den heimischen Markt und sind somit nicht direkt vom internationalen Handel abhängig. Zudem dürften sie kaum von Zöllen betroffen sein.
Außerdem gewinnen Stromversorger im Zusammenhang mit KI und der wachsenden Zahl von Rechenzentren weiterhin neue Aufträge, insbesondere in Nordamerika. Verschiedene Versorger haben in letzter Zeit Projekte für Rechenzentren angekündigt und ihre Gewinnprognosen entsprechend nach oben korrigiert. So kündigte beispielsweise ein US-Hyperscaler im Dezember den Bau eines Rechenzentrums im Norden des US-Bundesstaates Louisiana für 10 Mrd. US-Dollar an. Zur Deckung des Energiebedarfs wird ein Stromversorger neue Gaskraftwerke bauen. Aus dem Kreis der vom Portfoliomanagement beobachteten Versorgungsunternehmen wurden in letzter Zeit viele solche Geschäftsmöglichkeiten angekündigt.
Dass jedoch auch Infrastrukturinvestments nicht frei von Risiken sind, zeigen die jüngsten Entwicklungen in den US-Häfen. So sind die ankommenden Schiffsladungen aus China seit der Eskalation der Handelsspannungen im April um mehr als 30 % eingebrochen. Die Aussichten der Frachtbranche für den Rest des Jahres 2025 sind ungewiss und hängen maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Handelsgespräche ab. Sollte es rasch zu einem finalen Handelsabkommen zwischen China und den USA kommen, könnte dies als starker positiver Impulsgeber für die Branche wirken. Höhere Zölle als vor dem 2. April dürften jedoch – bei ansonsten gleichen Bedingungen – das Handels- und Schienenfrachtvolumen belasten.
Fazit:
Infrastruktur ist weit mehr als nur ein Modethema. Sie bildet die essenzielle Grundlage jeder modernen Wirtschaft – und das in allen Konjunkturphasen. Die Kombination aus langfristigen Wachstumstreibern, stabilen Cashflows und attraktiven Renditechancen macht Infrastrukturinvestments zu einem defensiven Bestandteil eines gut diversifizierten Portfolios.
Die beiden ClearBridge-Fonds setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Der Global Infrastructure Income Fund legt den Fokus auf Stabilität sowie regelmäßige Ausschüttungen. Der Infrastructure Value Fund hingegen eignet sich für Anlegerinnen und Anleger, die an der langfristigen Entwicklung von Infrastruktur partizipieren möchten.
Quellen:
- Quelle: ClearBridge Investments, Global Listed Infrastructure Organisation (GLIO).
- Quelle: Our World in Data (https://ourworldindata.org/urbanization)
- Ein Teilfonds von Franklin Templeton Investment Funds (FTIF), einer in Luxemburg registrierten SICAV.
Zusammenfassung der Anlageziele:
Das Anlageziel des FTGF ClearBridge Infrastructure Value Fonds besteht darin, ein langfristiges stabiles Wachstum zu erzielen, das sich aus regelmäßigen und stabilen Erträgen aus Dividenden und Zinsen sowie Kapitalwachstum aus einem Portfolio globaler Infrastrukturwerte zusammensetzt. Der Fonds investiert mindestens 80 % seines Nettoinventarwerts in Infrastrukturunternehmen über Aktien und aktienbezogene Wertpapiere, die an geregelten Märkten in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien und Kanada notiert sind oder gehandelt werden, sowie in Aktien und aktienbezogene Wertpapiere, die an geregelten Märkten anderer Industrieländer und Schwellenländer, einschließlich Indien („OECD G7“), notiert sind oder gehandelt werden.
Das Anlageziel des FTGF ClearBridge Global Infrastructure Income Fund ist das Erzielen von Erträgen aus Dividenden und Zinsen bei gleichzeitigem langfristigem Kapitalwachstum. Der Fonds investiert mindestens 80 % seines Nettoinventarwerts in Infrastrukturunternehmen. Dies geschieht über Aktien und aktienbezogene Wertpapiere, die an geregelten Märkten in den G7-Ländern, d. h. den USA, Großbritannien, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien und Kanada („OECD G7“), notiert sind oder gehandelt werden, sowie über Aktien und aktienbezogene Wertpapiere, die an geregelten Märkten anderer Industrie- und Schwellenländer notiert sind oder gehandelt werden.
Welche wesentlichen Risiken bestehen?
FTGF ClearBridge Infrastructure Value Fund:
Der Fonds bietet weder eine Kapitalgarantie noch einen Kapitalschutz; Sie erhalten möglicherweise nicht den gesamten investierten Betrag zurück. Der Fonds unterliegt den folgenden Risiken, die von wesentlicher Relevanz sind: Anlage in Unternehmensaktien, Anlage in Infrastruktur, Anlage in Schwellenmärkten, Konzentrierter Fonds, Absicherung, Derivate, Nachhaltigkeit, Fondsbetrieb, Anlage in China.
Vollständige Informationen über die Risiken einer Anlage in dem Fonds finden Sie im Verkaufsprospekt des Fonds oder auf unserer Website.
FTGF ClearBridge Global Infrastructure Income Fund:
Der Fonds bietet weder eine Kapitalgarantie noch einen Kapitalschutz; Sie erhalten möglicherweise nicht den gesamten investierten Betrag zurück. Der Fonds unterliegt den folgenden Risiken, die von wesentlicher Relevanz sind: Anlage in Unternehmensaktien, Anlage in Infrastruktur, Anlage in Schwellenmärkten, Konzentrierter Fonds, Fondswährung, Absicherung, Derivate, Nachhaltigkeit, Fondsbetrieb, Kapitalkosten.
Vollständige Informationen über die Risiken einer Anlage in dem Fonds finden Sie im Verkaufsprospekt des Fonds oder auf unserer Website.
