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Die Inflation ist zurück. Insbesondere die Energiepreise sind infolge des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran zuletzt deutlich gestiegen. Inzwischen haben die USA und der Iran Verhandlungen aufgenommen. Ob dies zu einer nachhaltigen Entspannung der Lage und damit zu sinkenden Energiepreisen führt, bleibt jedoch abzuwarten. Die Notenbanken reagieren entsprechend vorsichtig. So hat die Europäische Zentralbank im Juni erstmals seit längerer Zeit die Zinsen angehoben, und auch die US-Notenbank hat sich auf ihrer jüngsten Sitzung restriktiver geäußert. Weitere Zinserhöhungen sind nicht ausgeschlossen.

Gleichzeitig sorgt die außergewöhnlich starke Kursrally im Technologiesektor für gemischte Gefühle an den Märkten. Bei vielen Anlegerinnen und Anlegern wächst die Sorge vor einer Korrektur. Die zuletzt wieder höhere Volatilität an den Aktienmärkten unterstreicht diese Unsicherheit.

Infrastruktur als möglicher Stabilitätsanker

Vor diesem Hintergrund rücken Infrastrukturinvestments zunehmend in den Fokus. Unternehmen aus den Bereichen Energieversorgung, Stromnetze, Transport oder digitale Infrastruktur verfügen oft über stabile Geschäftsmodelle mit langfristig planbaren Einnahmen. Dadurch sind sie weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen als viele andere Branchen. Zudem besteht oft die Möglichkeit, steigende Kosten ganz oder teilweise an die Kundschaft weiterzugeben. Das kann Infrastrukturwerten einen gewissen Schutz vor Inflation verleihen.

Möglich wird dies durch die besonderen Rahmenbedingungen des Sektors. So sorgen Regulierungsbehörden bei vielen Versorgungsunternehmen beispielsweise dafür, dass Investitionen refinanziert und angemessene Renditen erzielt werden können. Gleichzeitig verfügen zahlreiche Infrastrukturbetreiber – etwa von Mautstraßen, Flughäfen oder Kommunikationsnetzen – über langfristige Verträge, die stabile Einnahmen sichern und eine Anpassung der Preise an die Inflation ermöglichen.

Die historische Entwicklung vieler börsennotierter Infrastrukturunternehmen zeigt, dass diese Eigenschaften auch für Anlegerinnen und Anleger relevant sind. In der Vergangenheit wies ihre Wertentwicklung häufig nur eine geringe Korrelation zur Inflation auf.

Auch steigende Zinsen müssen für Infrastrukturinvestments nicht zwangsläufig zum Problem werden. Zwar gilt die Branche aufgrund ihres hohen Kapitalbedarfs häufig als zinssensibel. In der Praxis haben sich die Bewertungen vieler Infrastrukturanlagen jedoch als vergleichsweise robust gegenüber Veränderungen der Inflation und der Anleiherenditen erwiesen.

Historische Analysen zeigen, dass Infrastrukturaktien oftmals an der positiven Entwicklung in steigenden Märkten teilnahmen, in schwächeren Marktphasen jedoch deutlich geringere Verluste als der breite Aktienmarkt aufwiesen. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet dies: Infrastrukturwerte partizipieren zwar nicht vollständig an jeder Börsenrally, können aber dabei helfen, die Schwankungen eines Portfolios zu reduzieren und Verluste in schwierigen Marktphasen abzufedern.

Es ist allerdings wichtig zu wissen, dass vergangene Entwicklungen wertvolle Hinweise auf die Eigenschaften einer Anlageklasse liefern können, aber keine Garantie für zukünftige Erträge darstellen.

Beta der Global Infrastructure Value Strategy gegenüber globalen Aktien

Monatliche Renditen seit Auflegung (in Lokalwährung)

Globale Aktien – MSCI AC World (Brutto), FactSet Research Systems (MSCI-Indexcode: 892400). Repräsentatives Mandat der ClearBridge Global Infrastructure Value Strategy seit dem 31. August 2006. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Was bewegt Infrastruktur?

Weltweit gibt es großen Nachholbedarf in puncto Infrastruktur. Brücken, Straßen, Bahnstrecken, Netze … Die Liste der – oft maroden – Infrastruktur ist lang. In den nächsten Jahren werden Unternehmen und Staaten daher gigantische Beträge investieren müssen. So schätzt die Unternehmensberatung McKinsey, dass sich die notwendigen Investitionen in die Modernisierung, Anpassung und den Ausbau der globalen Infrastruktur bis 2040 auf mehr als 100 Bio. US-Dollar summieren werden.

Ein wesentlicher Treiber ist die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Der Ausbau erneuerbarer Energien erfordert nicht nur neue Wind- und Solarparks, sondern auch leistungsfähige Stromnetze, Speicherkapazitäten und eine moderne Übertragungsinfrastruktur. Gleichzeitig müssen bestehende Netze erweitert und modernisiert werden, um den steigenden Strombedarf von Haushalten, Industrie und Elektromobilität bewältigen zu können.

Zusätzlichen Rückenwind erhält der Sektor durch die Digitalisierung und den Boom rund um künstliche Intelligenz. Rechenzentren zählen bereits heute zu den größten Stromverbrauchern weltweit, und ihr Energiebedarf wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Davon profitieren Betreiber digitaler Infrastruktur wie Mobilfunkmasten, Glasfasernetze oder Rechenzentren sowie Unternehmen, die die dafür notwendige Energie- und Netzinfrastruktur bereitstellen.

Mit Expertenwissen in globale Infrastruktur investieren

Mit dem FTGF ClearBridge Infrastructure Value Fund können Anlegerinnen und Anleger an der Entwicklung des Infrastruktursektors partizipieren. Der aktiv verwaltete Fonds investiert mindestens 80 % seines Vermögens in Aktien von Infrastrukturunternehmen aus der ganzen Welt. Dabei strebt er eine Outperformance gegenüber dem OECD G7 Inflation Index von durchschnittlich 5,5 % p. a. über einen Anlagezeitraum von fünf Jahren an (nach Abzug von Gebühren).

Der Fonds wird von ClearBridge Investments verwaltet, einem weltweit tätigen Asset-Manager, der seit 2020 zu Franklin Templeton gehört. Bei der Titelauswahl konzentriert sich das Fondsmanagement auf zwei Kernfelder, die es für besonders aussichtsreich hält: die regulierten und die vom Nutzer bezahlten Vermögenswerte.

Was ist Infrastrukturvermögen?

Dienstleistungen und Infrastruktur, die eine funktionierende Wirtschaft braucht

Quelle: ClearBridge Investments, Stand: 30. April 2026. Nur zur Veranschaulichung und als Diskussionsgrundlage. * BIP = Bruttoinlandsprodukt.

Insgesamt zwölf Experten analysieren die fundamentalen Daten gründlich und kennen den Anlagebereich in- und auswendig. Der Anlageprozess folgt einem klar strukturierten Ansatz. Aus einem globalen Universum von mehr als 600 Infrastrukturunternehmen werden zunächst rund 200 Gesellschaften mit besonders gut vorhersehbaren und stabilen Cashflows identifiziert. Anschließend werden die Unternehmen einer detaillierten Fundamentalanalyse unterzogen. Dabei bewertet das Team unter anderem die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Qualität der Vermögenswerte, die Finanzkraft sowie die langfristigen Ertragsaussichten. Auf dieser Basis entsteht ein konzentriertes Portfolio aus etwa 30 bis 60 Titeln. Makroökonomische Faktoren, Nachhaltigkeitsaspekte und ein mehrstufiges Risikomanagement fließen dabei während des gesamten Investmentprozesses in die Entscheidungen ein.

Derzeit liegt der regionale Schwerpunkt des Fonds auf Nordamerika, insbesondere den USA und Kanada. Auf Sektorebene dominieren Unternehmen aus den Bereichen Stromversorgung, Energieinfrastruktur und Transport. Zu den größten Positionen zählt Entergy, einer der führenden Stromversorger im Süden der USA, der mehrere Millionen Kunden mit Elektrizität versorgt. Ebenfalls stark gewichtet ist Severn Trent, ein britischer Anbieter von Wasser- und Abwasserdienstleistungen, der eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Haushalten und Unternehmen in den Midlands und Wales spielt. Hinzu kommt TC Energy, ein nordamerikanischer Betreiber von Pipelines und Energieinfrastruktur mit einem weit verzweigten Netz für den Transport von Erdgas und Strom (Stand: 31.05.2026).

Fazit

Infrastrukturinvestments können dazu beitragen, ein Portfolio breiter aufzustellen und die Schwankungen im Depot zu reduzieren – und das nicht nur in Zeiten erhöhter Unsicherheit. Gleichzeitig bietet diese Anlageklasse attraktive Renditechancen. Denn zahlreiche globale Megatrends wie künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Elektrifizierung und der Ausbau erneuerbarer Energien sind auf eine leistungsfähige Infrastruktur angewiesen und erfordern in den kommenden Jahren hohe Investitionen. Mit dem FTGF ClearBridge Infrastructure Value Fund können Anlegerinnen und Anleger diversifiziert in Unternehmen investieren, die von diesen Entwicklungen profitieren könnten.



Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

Herausgegeben von Franklin Templeton International Services S.à r.l., Niederlassung Deutschland, Mainzer Landstr. 16, 60325 Frankfurt am Main.

Wenn Sie Informationen über die Publikumsfonds für Privatanleger von Franklin Templeton wünschen, besuchen Sie bitte www.franklinresources.com. Dort werden Sie auf Ihre lokale Website von Franklin Templeton weitergeleitet.