Zum Inhalt springen

Das Jahr der Schlange könnte Investorinnen und Investoren und politische Entscheidungsträger in China daran erinnern, dass es von Vorteil ist, ruhig zu bleiben und gleichzeitig in der Lage zu sein, schnell und flexibel zu handeln, wenn sich die globale Handelspolitik ändert.

Im chinesischen Tierkreiszeichen sind Schlangen intelligent, strategisch und anpassungsfähig. Sie sind ausgeglichen, zeigen ein kühles und ruhiges Äußeres, aber auch Ausbrüche von Energie und Leidenschaft. Anlegerinnen und Anleger in chinesische Aktien werden all diese Eigenschaften benötigen, um das vor ihnen liegende, voraussichtlich schwierige Jahr zu meistern.

Das Jahr der Schlange begann neun Tage nach der Amtseinführung von Donald Trump als 47. US-Präsident. Die Anlegerinnen und Anleger in chinesischen Aktien sind auf die Auswirkungen von Zollerhöhungen gefasst, die sich negativ auf die Exporteure auswirken könnten, die 2024 von einer robusten Nachfrage profitierten.

Es besteht auch das Risiko einer weiteren Verschärfung der Beschränkungen für den Zugang zu Chips für künstliche Intelligenz. Aus Sicht der chinesischen Politik werden die geld- und fiskalpolitischen Reaktionen wahrscheinlich umso heftiger ausfallen, je stärker die Zölle angehoben werden.

Im Gegensatz zur ersten Amtszeit von Präsident Trump ist die chinesische Regierung besser darauf vorbereitet, proaktiv und flexibel zu reagieren. Dem wirtschaftlichen Nationalismus der USA wird die chinesische Fiskal- und Geldpolitik wahrscheinlich mit der Unterstützung strategischer Branchen begegnen, da die Wirtschaft den technologischen Rückstand gegenüber den USA weiter aufholen wird.

FTSE China 30/18 Capped Index

Quelle: Bloomberg, Stand 25. März 2025. Der FTSE China 30/18 Capped Index bildet die Wertentwicklung von chinesischen Aktien mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung ab. Der Index deckt eine breite Palette chinesischer Aktienklassen ab, darunter A-Aktien, B-Aktien, H-Aktien, Red Chips, P-Aktien, S-Aktien und N-Aktien, wobei die A-Aktien internationalen Anlegerinnen und Anlegern über das Northbound China Stock Connect Scheme zur Verfügung stehen und auf der Buy-and-Sell- Liste des Schemas aufgeführt sind. Die Indexbestandteile werden nach dem Streubesitz gewichtet, für ausländische Anlegerinnen und Anleger gelten Beschränkungen, und sie werden halbjährlich überprüft. Um eine übermäßige Konzentration auf ein einzelnes Wertpapier zu begrenzen, wird die Gewichtung der Indexbestandteile vierteljährlich begrenzt, so dass das Gewicht des größten Unternehmens 30 % und das der übrigen Unternehmen 18 % nicht übersteigt. Wichtige Hinweise und Bedingungen der Datenanbieter finden Sie unter www.franklintempletonda- tasources.com

Der chinesische Yuan dürfte schwächer werden, um die Exporteure zu stützen, aber wir gehen davon aus, dass die Abwertung ohne größere Überraschungen beim täglichen Fixing gegenüber dem US-Dollar kontrolliert werden wird. Die Anleiherenditen sind bereits gesunken und spiegeln die Erwartung des Marktes wider, dass die Zinssätze gesenkt werden, um den Schuldendienst der Haushalte und der lokalen Regierungen zu erleichtern.

Sowohl die Anlegerinnen und Anleger als auch die politischen Entscheidungsträger sind sich der Herausforderungen bewusst, vor denen die chinesische Wirtschaft steht. Im kommenden Jahr ist mit einer verstärkten politischen Reaktion zu rechnen, um sicherzustellen, dass die externen Maßnahmen zur Eindämmung der Entwicklung Chinas die internen Herausforderungen nicht noch verschärfen. Unseres Erachtens ergeben sich daraus Chancen für Anlegerinnen und Anleger, die bereit sind, geduldig zu sein und eine langfristige Perspektive einzunehmen.

Neben der Koordinierung einer wirksamen geld- und fiskalpolitischen Reaktion auf die Zölle von Präsident Trump werden sich die chinesischen Entscheidungsträger im Jahr der Schlange weiterhin mit den drei Ds auseinandersetzen: Schulden (Debt), Deflation und Demografie.

Das Jahr der Schlange wird für chinesische Aktienanlegerinnen und -anleger wahrscheinlich ein volatiles Jahr werden. Zunächst wird es von Präsident Trumps Zöllen und seiner Bereitschaft zu einem Abkommen mit Präsident Xi Jinping dominiert werden.

Die Auswirkungen von US-Zöllen auf China

China steht im Fokus, aber die Exporte in die USA machen weniger als 3 % des BIP aus. Zum Vergleich: In Mexiko machen die Ausfuhren in die USA mehr als ein Viertel des BIP aus. China hat in den letzten Jahren seine Handelspartner von den USA weg diversifiziert, vor allem in andere asiatische Länder.

Indien befindet sich in einer relativ komfortablen Position. Die Exporte sind nicht die Haupttriebfeder seines BIP, und ein beträchtlicher Teil stammt aus weniger zollanfälligen Sektoren der Dienstleistungsbranche.

Die EU befindet sich dagegen in einer schwierigen Lage, da die Region bereits von niedrigem Wachstum und geringer Produktivität geplagt ist. Ein möglicher Handelskrieg käme für sie gerade zur Unzeit. Innerhalb der EU könnte Deutschland mit seinem hohen Handelsüberschuss in den Fokus der amerikanischen Handelspolitik rücken. Die jüngsten politischen Entwicklungen und die Reform der deutschen Schuldenbremse dürften jedoch für das europäische Binnenwachstum positive Impulse liefern.

Im Widerstand gegen China ist die US-Parteienlandschaft geeint

Die Beziehungen zwischen China und den USA haben sich bereits seit mehreren Jahren verschlechtert, und in Washington hat sich eine parteiübergreifende „Hart- gegen-China“-Haltung fest etabliert. Biden hat mehrere unter Trump eingeführte Ausfuhrbeschränkungen beibehalten und sogar ausgeweitet, die zum Beispiel auf sensible Technologien wie Halbleiter abzielen.

Während China in gewissem Maße in der Lage ist, durch nichttarifäre Maßnahmen und regulatorische Hemmnisse sich zu wehren, ist sein Spielraum für zollrechtliche Vergeltungsmaßnahmen begrenzt.

Während Trumps erster Amtszeit ermöglichte eine Arbeitsbeziehung mit Xi einen gewissen direkten Dialog. Allerdings betrachten die USA China zunehmend als einen systemischen Konkurrenten in den Bereichen Handel, Technologie und Geopolitik, was bedeutet, dass die Diskussionen jetzt weit über Zölle hinausgehen. Langfristig wird die Beziehung wahrscheinlich von Konflikten geprägt bleiben.

Weitere Diversifizierung

Angesichts der angespannten Beziehungen zwischen den USA und China bemühen sich die Unternehmen um eine Diversifizierung ihrer Lieferketten, oft unter dem Namen „China + 1“. Das heißt, die Unternehmen kehren China nicht ganz den Rücken, sondern bauen anderswo zusätzliche Kapazitäten auf.

Indien ist hier ein großer Nutznießer. Von Modi eingeführte Programme locken ausländische und inländische Investorinnen und Investoren mit Subventionen und Steuergutschriften in bestimmten Schlüsselsektoren. Zu den großen Unternehmen, die sich in den letzten Jahren in Indien niedergelassen haben, gehören Apple, Samsung, Foxconn, Hewlett-Packard und Dell. Neben der Elektronikbranche hat Adidas angekündigt, dass es im indischen Bundesstaat Tamil Nadu seine erste „Global Capacity Center“-Fabrik außerhalb Chinas bauen wird. Und auch Pharmariesen wie Pfizer, Novartis und Sanofi sind mit Forschungs- und Entwicklungs- bzw. Produktionsstandorten im Land vertreten.

Regierung muss den Konsum ankurbeln

Wir gehen davon aus, dass sich eine mögliche Konjunkturerholung in China zunächst im Stimmungsbild zeigen wird. Um China auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu manövrieren, der nicht ausschließlich an Exporte oder Investitionen gebunden ist, muss die Regierung den Konsum ankurbeln. Die Herausforderung besteht darin, dass die Menschen angesichts eines deflationären Immobilienmarktes, gesunkener Aktienkurse und steigender Arbeitslosigkeit weniger bereit oder in der Lage sind, Geld auszugeben.

Die Sparquote in China ist hoch. Mit dem umfangreichen staatlichen Konjunkturprogramm, das das Vertrauen in den Immobilien- und Aktienmarkt stärken soll, den niedrigeren Zinssätzen und den gezielten Maßnahmen zur Lösung der strukturellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt sollte sich die Stimmung verbessern. Darüber hinaus hat der Umfang der letzten Stimuluspakete die Hoffnung geweckt, dass noch mehr kommen wird und dass die Wirtschaft endlich wieder ganz oben auf der Agenda der chinesischen Führung steht.

Die Aktienmärkte in den asiatischen Schwellenländern entwickelten sich zuletzt positiv

Wenn die Regierung den Konsum ausreichend stützt, dürfte dies mittelfristig das Vertrauen der Anleger und Verbraucher stärken.

KGV-Spannen ausgewählter MSCI-Länderindizes

Quelle: P/E sind die LTM P/E von Bloomberg, unter Verwendung des jeweiligen MSCI-Länderindex, Franklin Templeton, 2025. Daten per 28. Februar 2025. LTM P/E steht für das Kurs-Gewinn-Verhältnis der letzten zwölf Monate (monatliche Daten).

Diese Grafik veranschaulicht die Kurs-Gewinn-Verhältnis-(KGV-)Spannen der asiatischen Aktienmärkte über die letzten zehn Jahre. Sie zeigt, wie sich die Bewertungen im historischen Vergleich entwickelt haben, und verdeutlicht, dass viele Märkte, darunter Indien und China, derzeit unter ihrem 10-Jahres-Durchschnitt bewertet sind.

Südkoreanische und taiwanesische Aktien verloren jüngst an Wert und reagierten damit auf neue Zollandrohungen der USA. Nach der Ankündigung von US-Zöllen auf alle Stahlimporte in die USA brachen insbesondere die Aktienkurse südkoreanischer Stahlproduzenten ein. Die Zentralbanken beider Länder haben ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 nach unten korrigiert.

In den europäischen Schwellenländern, im Nahen Osten und in Afrika tendierten die Aktienmärkte zuletzt leicht aufwärts. Allerdings erlitten saudi-arabische Aktien aufgrund schwacher Unternehmensgewinne Verluste.

Aktien aus Schwellenländern der Region Lateinamerika mussten Kursverluste hinnehmen. Die Zentralbanken Brasiliens und Mexikos haben ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 nach unten korrigiert. Auch das Inflationsumfeld war in beiden Ländern ähnlich, wobei sich die jährlichen Inflationsraten im Januar gegenüber dem Vormonat abschwächten. Die mexikanische Zentralbank hat zudem ihren Leitzins gesenkt. Die US-Regierung bestätigte, dass Anfang März Zölle gegenüber Mexiko in Kraft treten würden, deren Höhe noch nicht feststünde.

ETF-Übersicht

Franklin FTSE Emerging Markets UCITS ETF1

Morningstar KategorieTM Aktien Schwellenländer
ETF-Typ Passiv
Fondswährung USD
Auflegungsdatum des Fonds 22.10.2024
Referenzindex FTSE Emerging Index – NR
Gesamtkostenquote (TER) 0,11 %*
Replizierungsmethode Physisch (vollständig)
Anzahl der Positionen 1.426
Verwendung der Erträge Thesaurierend
ISIN IE0004I037N4
WKN A408N2
Bloomberg Ticker EMGM GR
Mehr Informationen zum Franklin FTSE Emerging Markets UCITS ETF

* Die Gesamtkostenquote des Franklin FTSE Emerging Markets UCITS ETF enthält eine bis zum 31. Oktober 2026 um 0,05 % reduzierte Gebühr. Ab 1. November 2026 gilt wieder die volle Gesamtkostenquote.

Franklin FTSE China UCITS ETF1

Morningstar KategorieTM Aktien China
ETF-Typ Passiv
Fondswährung USD
Auflegungsdatum des Fonds 04.06.2019
Referenzindex FTSE China 30/18 Capped Index – NR
Gesamtkostenquote (TER) 0,19 %
Replizierungsmethode Physisch (optimiert)
Anzahl der Positionen 959
Verwendung der Erträge Thesaurierend
ISIN IE00BHZRR147
WKN A2PB5V
Bloomberg Ticker FLXC GR
Mehr Informationen zum Franklin FTSE China UCITS ETF.


Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

Wenn Sie Informationen über die Publikumsfonds für Privatanleger von Franklin Templeton wünschen, besuchen Sie bitte www.franklinresources.com. Dort werden Sie auf Ihre lokale Website von Franklin Templeton weitergeleitet.