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Seitdem sich die Märkte nicht mehr nur auf Mega-Cap-Technologiewerte konzentrieren, erfreuen sich dividendenorientierte Strategien wieder zunehmender Beliebtheit. US-Dividendenanlagen üben auf viele Anleger, die Wert auf Stabilität und Diversifizierung legen, eine große Anziehungskraft aus, und auch internationale dividendenorientierte Indizes profitieren von niedrigeren Bewertungen, Lockerungszyklen in mehreren Regionen und sich verbessernden Trends bei den Aktionärsrenditen.

Kernpunkte

  • Trotz der anhaltenden Konzentration auf Mega-Cap-Technologiewerte haben sich dividendenorientierte Strategien in den USA im Allgemeinen als wettbewerbsfähig erwiesen und in der Vergangenheit geringere Kursrückgänge verzeichnet als die breiter gefassten Aktienmärkte.
  • Im vergangenen Jahr zahlten US-Unternehmen die Rekordsumme von 704,8 Mrd. USD an Dividenden – dies war der 15. Jahresrekord in Folge. Gleichzeitig beschleunigte sich das Dividendenwachstum in mehreren internationalen Märkten, was die anhaltende Stärke der Entwicklung bei den Ausschüttungen an die Aktionäre unterstreicht.
  • Internationale dividendenorientierte Strategien profitieren von niedrigeren Bewertungen, einer sich verbessernden Unternehmenskultur hinsichtlich der Aktionärsrendite sowie einem breiteren Engagement in Sektoren wie dem Finanz- und dem Industriesektor.
     

Dividendeninvestitionen wurden von den Anlegern lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt: Sie galten zwar als zuverlässig, standen jedoch selten im Mittelpunkt eines regen Marktinteresses. Verstärkt wurde dies noch durch die Ära der Nullzinspolitik und der „Glorreichen Sieben“,1in der Ertragsstrategien vielleicht sogar noch weniger Bedeutung hatten. Das könnte sich nun ändern.

Dank der inzwischen zu verzeichnenden Marktdiversifizierung über eine Handvoll führender US-Technologieunternehmen hinaus haben dividendenorientierte Aktien wieder Fuß gefasst. Heutzutage geht es nicht mehr nur um die Rendite, sondern auch um Qualität, Cashflow-Disziplin und ein breiteres Branchenspektrum – insbesondere in einer Zeit, in der das Wirtschaftswachstum regional und branchenübergreifend zunehmend uneinheitlich verläuft.

Die jüngste Wertentwicklung spiegelt möglicherweise bereits einen Teil dieses Wandels wider, wenngleich sich die Situation auf dem US-Markt und den internationalen Märkten etwas unterscheidet. In den Vereinigten Staaten konnten sich dividendenorientierte Strategien im Allgemeinen gut behaupten, obwohl die Renditen weiterhin stark von den beliebten Mega-Cap-Technologieunternehmen bestimmt wurden. Im vergangenen Jahr zahlten US-Unternehmen die Rekordsumme von 704,8 Mrd. USD an Dividenden – dies war der 15. Jahresrekord in Folge.2 Auch das Dividendenwachstum steht weiterhin allgemein auf soliden Füßen; mehr als 90 % der US-Unternehmen haben ihre Ausschüttungen im Jahr 2025 entweder erhöht oder auf dem gleichen Niveau gehalten.3 Für Anleger, die sich Sorgen um das Konzentrationsrisiko machen, könnte diese Widerstandsfähigkeit weiterhin ein wichtiger Aspekt für die Attraktivität sein.

In der Vergangenheit haben dividendenorientierte Aktien in der Regel eine stabilere Wertentwicklung geboten. In den letzten fünf Jahren verzeichneten dividendenorientierte US-Aktien einen maximalen Kursrückgang von rund 17 %, verglichen mit fast 26 % am Gesamtmarkt4. Internationale dividendenorientierte Aktien präsentierten sich mit einem ähnlichen Widerstandsfähigkeitsprofil.

Breiter Markt ggü. Dividenden – ein Risikovergleich

Hinweis: Blau zeigt die maximalen Rückgänge/Volatilität an. Die Daten beziehen sich auf die folgenden Indizes: Globale Aktien: MSCI ACWI Net Total Return USD Index, MSCI ACWI High Dividend Yield USD Net Total Return Index, US-Aktien: MSCI USA Net Total Return USD Index, MSCI USA High Dividend Yield Net Total Return USD Index, internationale Aktien: MSCI World ex-US Net Total Return USD Index und MSCI World ex-US High Dividend Yield Net Return USD Index. Der MSCI ACWI Index umfasst Titel von Unternehmen mit hoher und mittlerer Kapitalisierung aus 23 Industrie- und 24 Schwellenländern. Der MSCI USA Index soll die Wertentwicklung des Large- und Mid-Cap-Segments im US-amerikanischen Markt messen. Der MSCI World ex-US Index umfasst Titel von Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung aus 22 Industrieländern. Der MSCI ACWI High Dividend Yield Index, der MSCI USA High Dividend Yield Index und der MSCI World ex-US High Dividend Yield Index basieren auf ihren jeweiligen Hauptindizes, dem MSCI ACWI, dem MSCI USA Index und dem MSCI Europe Index. Für die Messung der Volatilität werden annualisierte Standardabweichungen (auf der Basis von Tagesrenditen) herangezogen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftigen Renditen. Indizes werden nicht gemanagt und es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in Indizes nicht berücksichtigt. Es handelt sich nicht um eine Darstellung der Wertentwicklung oder des Portfolioaufbaus eines bestimmten Fonds von Franklin Templeton.

Quellen: FactSet, MSCI. Wichtige Mitteilungen und Nutzungsbedingungen der Datenanbieter sind verfügbar unter www.franklintempletondatasources.com. Erstellt durch die Global Research Library von Franklin Templeton.

Internationale dividendenorientierte Strategien profitieren hingegen von anderen günstigen Rahmenbedingungen. Das Dividendenwachstum beschleunigte sich 2025 in mehreren Märkten, angeführt von Japan, wo die Ausschüttungen auf bereinigter Basis um 12,5 % stiegen – und damit mehr als doppelt so stark wie das weltweite Wachstum.5 Niedrigere Bewertungen, ein breiter gefächertes Sektorenengagement und sich verbessernde Trends bei den Aktionärsrenditen haben die Wertentwicklung an mehreren Märkten gestützt. Im Vergleich zu vielen nach Marktkapitalisierung gewichteten US-Benchmarks sind internationale dividendenorientierte Indizes in der Regel weniger stark auf Mega-Cap-Technologiewerte konzentriert und investieren gleichzeitig auch in führende Unternehmen aus den Bereichen Fertigung, Industrie und Technologie.

Japan ist hierfür möglicherweise eines der deutlichsten Beispiele. Trotz der starken Marktentwicklung in den vergangenen Jahren werden japanische Aktien auf Basis der erwarteten Gewinne weiterhin mit einem deutlichen Abschlag gegenüber US-Aktien gehandelt. Anfang Juni wurde der TOPIX (eine nach Marktkapitalisierung gewichtete Benchmark) mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 18,5 auf Basis der erwarteten Gewinne gehandelt, während es beim S&P 500 bei über 22 lag.6 Gleichzeitig haben die laufenden Reformen im Bereich der Unternehmensführung die Unternehmen dazu veranlasst, ihre in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel effizienter einzusetzen. Aktienrückkäufe japanischer börsennotierter Unternehmen erreichten im Geschäftsjahr 2025 mit rund 142 Mrd. US-Dollar einen neuen Höchststand7 – 2025 war bereits das fünfte Jahr in Folge mit Rückkäufen in Rekordhöhe – und spiegeln den zunehmenden Druck wider, die Kapitaleffizienz und die Rendite für Aktionäre zu steigern. Unserer Ansicht nach tragen diese Entwicklungen dazu bei, dass sich die Wahrnehmung japanischer Aktien bei Anlegern wandelt, insbesondere bei jenen, die eine Diversifizierung über die Vereinigten Staaten hinaus anstreben.

Das allgemeine makroökonomische Umfeld wirkt ebenfalls unterstützend. Mehrere Zentralbanken außerhalb der Vereinigten Staaten – darunter jene im Euroraum, im Vereinigten Königreich, in Brasilien und in Mexiko – haben ihre Lockerungszyklen bereits weiter vorangetrieben. Dies mindert den Druck auf zinssensitive Sektoren, die häufig stark in dividendenorientierten Indizes vertreten sind. Gleichzeitig stützen Infrastrukturinvestitionen, die Rückverlagerung von Produktionsstätten und Ausgaben für die Gewährleistung der Energieversorgung weiterhin viele weltweit tätige Unternehmen, die hohe Cashflows generieren.

Nichts davon deutet darauf hin, dass das Zeitalter der künstlichen Intelligenz oder die technologische Führungsrolle der USA zu Ende ist. Wir sind jedoch der Ansicht, dass die Marktbeteiligung weiter zunehmen dürfte, und solche Phasen haben in der Vergangenheit ein günstigeres Umfeld für dividenden- und wertorientierte Aktien geschaffen. Dieser Aspekt ist durchaus relevant, da Dividenden in den vergangenen 25 Jahren historisch gesehen etwa zwei Fünftel der gesamten Aktienrenditen in den USA ausmachten, wobei der Anteil in Europa ähnlich hoch war.

Wenn die Volatilität zunimmt und sich die Marktstimmungen schnell ändern, könnten Unternehmen, die in der Lage sind, einen beständigen freien Cashflow zu erwirtschaften und kontinuierlich Kapital an die Aktionäre zurückzuführen, wieder an Attraktivität gewinnen – nicht, weil sie besonders aufsehenerregend sind, sondern gerade, weil sie es nicht sind.



Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

Herausgegeben von Franklin Templeton International Services S.à r.l., Niederlassung Deutschland, Mainzer Landstr. 16, 60325 Frankfurt am Main.

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