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Brian Angerame
Managing Director, Portfolio Manager

Jeffrey Bailin, CFA
Managing Director, Portfolio Manager

Aram Green
Managing Director, Portfolio Manager

Matthew Lilling, CFA
Managing Director, Portfolio Manager
Wichtigste Inhalte
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Der Wachstumsmarkt für Small und Mid Caps (SMID) in den USA deckt ein breites Spektrum ab – von Innovatoren im Frühstadium bis hin zu etablierten Unternehmen mit wiederkehrenden Umsatzströmen, starken Cashflows und nachhaltigen Wettbewerbspositionen.
- Eine gut abgestimmte SMID-Allokation kann Sektoren, Geschäftsmodelle und Ertragsfaktoren einbringen, die sich von denen globaler Large-Cap-Portfolios unterscheiden. Dadurch wird ihr Beitrag zum Gesamtrisiko des Portfolios wichtiger als ihre Volatilität im Einzelnen.
- Angesichts einer dynamischen Benchmark und großen Streuung der Unternehmensqualität ist aktive Research nicht nur wertvoll, um zukünftige Marktführer auszumachen, sondern auch, um Unternehmen mit anfälligen Bilanzen, vorübergehendem Wachstum oder überzogenen Erwartungen zu meiden.
Klein heißt nicht unreif
Gespräche mit europäischen Anlegern beginnen oft mit einer weit verbreiteten Annahme: Die Investition in kleinere US-Unternehmen bedeutet, ein Engagement in jungen, spekulativen oder finanziell anfälligen Unternehmen einzugehen. Solche Unternehmen sind Teil des Marktes, machen jedoch nicht das gesamte Anlageuniversum der SMID aus.
Der Russell 2500 Index umfasst etwa 2.500 der 3.000 größten US-Unternehmen. In seinem Wachstumssegment waren zum 30. Juni 2026 fast 60 % des Benchmark-Marktwerts in Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 5 Mrd. USD investiert, während nur 15,6 % auf Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 2,5 Mrd. USD entfielen.1 Das Anlageuniversum kann sich von einer Marktkapitalisierung von etwa 500 Mio. USD bis über 30 Mrd. USD erstrecken. „Small“ und „Mid Cap“ sind vielmehr Bemessungen des Marktwerts als Bewertungen der Unternehmensreife, der finanziellen Qualität oder der Wettbewerbsposition.
Ein Markt, mehrere Wachstumsphasen
Eine Möglichkeit, sich die Chance vor Augen zu führen, bietet der Lebenszyklus von Unternehmen. Unternehmen können ihr stärkstes Wachstum erzielen, nachdem sie die risikoreichste Start-up-Phase hinter sich gelassen haben, jedoch bevor sie das langsamere Wachstum und die größere Komplexität erreichen, die mit einem großen Unternehmensumfang einhergehen können. Etablierte Produkte, steigende Marktanteile und freier Cashflow können die notwendigen Mittel bereitstellen, um Forschung zu finanzieren, in neue Märkte vorzudringen oder komplementäre Unternehmen zu erwerben.
Allerdings ist das Segment der SMID umfassender als ein einzelner Punkt in diesem Lebenszyklus. Es umfasst rasant wachsende Unternehmen, die große Märkte bedienen, jedoch weniger Transparenz hinsichtlich zukünftiger Erträge bieten, mittelstark wachsende Unternehmen mit etabliertem Geschäftsbetrieb und zunehmender Konstanz der Erträge sowie stabil wachsende Unternehmen mit hoher Kapitalrendite, Markteintrittsbarrieren und wiederkehrenden oder weniger stark schwankenden Umsatzerlösen.
Die Unterschiede lassen sich anhand einzelner Unternehmen verdeutlichen. Casey’s General Stores, eine der größten Convenience-Store-Ketten der USA, ist ein etabliertes Wachstumsunternehmen, das von loyaler Kundschaft, einer soliden finanziellen Basis und kontinuierlichen Reinvestitionen profitiert. Construction Partners – ein Unternehmen, das Straßen und Brücken im Südosten der USA baut und instand hält – veranschaulicht einen mittelgroßen Wachstumswert mit etabliertem Geschäft, organischem Wachstum und Chancen für Übernahmen. Rubrik, ein auf Datensicherung und -wiederherstellung spezialisiertes Cybersecurity-Softwareunternehmen, steht für innovationsgetriebenes, starkes Wachstum. Es profitiert von einer differenzierten Cloud-Plattform, die herkömmlichen Lösungen Marktanteile abnimmt, und ist zudem gut positioniert, um von KI-gestützten Sicherheitsimpulsen zu profitieren.
Warum Small Caps: Mehr Quellen für Wachstum
Das Wachstum von SMID ist nicht einfach eine verkleinerte Variante des Wachstums von Large Caps. Zum 31. August 2026 machten die Sektoren Gesundheitswesen und Informationstechnologie jeweils mehr als 20 % des Russell 2500 Growth Index aus, während der Industriesektor mit 19 % knapp dahinter lag (siehe Abbildung 1). Im Vergleich dazu waren allein die Sektoren Informationstechnologie und Kommunikationsdienste für über 70 % des Russell 1000 Growth Index verantwortlich.
Abbildung 1: Kleinere Wachstumsunternehmen sind in mehr Sektoren vertreten


Stand: 31. August 2026. Quelle: FactSet. Indizes werden nicht gemanagt und es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in Indizes nicht berücksichtigt.
Diese Vielfalt verschafft Anlegern in kleineren Unternehmen ein Engagement in medizinischer Innovation, moderner Fertigung, Luft- und Raumfahrt und Verteidigung, Transport, Dateninfrastruktur, spezialisierten Halbleitern und Konsumdienstleistungen. Viele dieser Unternehmen sind zudem stärker auf den heimischen Markt ausgerichtet als große multinationale Konzerne und bieten dadurch ein direkteres Engagement im Konsum, in den Investitionen und in der Wirtschaftstätigkeit der USA. Anlegern, deren globale Aktienallokationen stark auf eine relativ kleine Gruppe multinationaler Mega Caps konzentriert sind, kann das SMID-Segment Zugang zu anderen Absatzmärkten, Wettbewerbsvorteilen und Ertragsquellen bieten.
Das Risikobudget ist eine Frage des Portfolios
In der Tat haben SMID-Wachstumsportfolios in der Vergangenheit eine höhere eigenständige Volatilität als ihre Pendants im Large-Cap-Wachstumssegment aufgewiesen. Vermögensverwalter beschäftigen sich jedoch nicht isoliert mit einer Anlageklasse. Die wichtigere Frage lautet, wie sich eine sorgfältig bemessene Allokation auf Rendite, Volatilität, Drawdown und Konzentration des Gesamtportfolios auswirkt.
Das Portfoliorisiko hängt von der Positionsgröße, den Korrelationen und dem Zusammenspiel der zugrunde liegenden Renditetreiber ab. Eine SMID-Allokation, die verschiedene Branchen, Kundengruppen und unternehmensspezifische Katalysatoren einbringt, beansprucht möglicherweise ein geringeres marginales Risiko, als es die Volatilität der Anlageklasse für sich genommen vermuten lässt. Sie kann zudem die Abhängigkeit von der Wertentwicklung einer kleinen Gruppe großer Unternehmen verringern.
Warum aktiv? Urteilsvermögen statt bloßer Präsenz
Der SMID-Markt der USA ist groß und vergleichsweise wenig untersucht, sodass Chancen für Manager entstehen, die über die Ressourcen für eine umfassende Fundamentalanalyse verfügen. Das stärkere Argument für aktives Management liegt jedoch in der großen Bandbreite bei Unternehmensqualität, Finanzkraft, nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit und den in den Aktienkursen enthaltenen Erwartungen.
Das Marktverhalten der letzten Zeit verdeutlicht die Herausforderung. Im zweiten Quartal 2026 wurden im Russell 2500 Growth Index Unternehmen mit höherem Beta, geringerer Eigenkapitalrendite, gestiegenen Bewertungen und in vielen Fällen begrenztem oder keinem aktuellen Gewinn bevorzugt. Dieses Muster zeigt sich im gesamten Universum der Small Caps: Laut Apollo Global Management weisen rund 40 % der im Russell 2000 gelisteten Titel negative historische Ergebnisse auf. Dennoch haben diese unrentablen Unternehmen seit April 2025 eine Rendite von etwa 60 % erbracht und damit den Gewinn ihrer profitablen Pendants, die einen Zuwachs von 38 % verzeichneten, klar übertroffen.
Auch die Benchmark selbst ist dynamisch. Erfolgreiche kleinere Unternehmen steigen in Indizes mit höherer Marktkapitalisierung auf, während durch die jährlichen Neuzusammensetzungen neue Unternehmen aufgenommen und die Sektor- und Qualitätsmerkmale verändert werden. 2026 erreichte die Umschlagshäufigkeit des Russell 2500 Growth Index fast das Doppelte ihres früheren Durchschnitts, da mehrere Begünstigte von KI das Universum hinter sich ließen, der Anteil von Titeln für Biotechnologie zulegte und eine größere Gruppe wachstumsschwächerer Unternehmen hinzukam. Ein Index stellt eine nützliche Auswahlmöglichkeit dar, ist jedoch kein Qualitätsfilter.
Dennoch lässt sich aktives Management nicht darauf beschränken, jedes vermeintlich minderwertige Unternehmen zu meiden. Starke Investitionszyklen können nachhaltige fundamentale Verbesserungen hervorbringen. Wenn die KI-bezogene Nachfrage auf ein begrenztes Branchenangebot trifft, können Unternehmen Preissetzungsmacht erlangen, ihren Umsatz steigern, Fixkosten auffangen und Margen, Cashflow sowie Bilanzen verbessern. Einige dieser Gewinne könnten sich als strukturell erweisen, insbesondere dort, wo eine stärkere Generierung von liquiden Mitteln Reinvestitionen unterstützt und eine nachhaltigere Wettbewerbsposition schafft.
Die Aufgabe besteht somit darin, zwischen nachhaltigen Wachstumsunternehmen, deren bestehende Vorteile weiter gestärkt werden, zyklischen Unternehmen, deren Wirtschaftlichkeit sich über den Zyklus hinweg tatsächlich verbessert, und anfälligeren Profiteuren zu unterscheiden, deren Ergebnisse weiterhin von Knappheit, Preisgestaltung und wiederholten positiven Gewinnüberraschungen abhängen. Wir halten das im SMID-Segment für besonders wichtig, da hier Unternehmen in früheren Entwicklungsphasen und etablierte Unternehmen, die einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen, innerhalb derselben Benchmark nebeneinander bestehen können.
Erwartungen spielen bei dieser Einschätzung eine zentrale Rolle. Starke operative Ergebnisse müssen sich nicht unbedingt umkehren, damit eine Aktie nicht mehr gut läuft. Es könnte schon ausreichen, dass die Zahlen weniger überraschend ausfallen. Der Umsatz und die Margen können weiter steigen, doch weniger Gewinnüberraschungen, langsamere Korrekturen der Schätzungen oder eine Stagnation der zusätzlichen Margen können darauf hindeuten, dass die Erwartungen eingepreist sind. Auch eine scheinbar niedrigere vorausschauende Bewertung kann einen erheblichen Anstieg der Erträge widerspiegeln, der erst noch erzielt werden muss.
Mit statischen Qualitätsscreenings lassen sich diese Unterschiede vermutlich nicht erfassen. Die Fundamentalanalyse muss die Nachhaltigkeit der Preissetzungsmacht, die Entwicklung der Margen, Cash-Conversion, Kundenkonzentration, wiederkehrende Umsätze, Wechselkosten, Reinvestitionsdisziplin und Bewertung prüfen. Ein aktiver Portfolioaufbau kann Chancen und Risiken dann durch Positionslimits, Diversifikation über verschiedene Umsatzquellen und Geschäftsmodelle, laufende Bewertungsüberprüfungen sowie eine unabhängige Risikoüberwachung ausbalancieren.
Aktiver Zugang zum gesamten SMID-Universum
Das Argument für den SMID-Wachstumsmarkt der USA besteht nicht darin, dass jedes kleinere Unternehmen ein geringeres Risiko aufweist, und auch nicht darin, dass sich die Anlageklasse in jedem Zeitraum überdurchschnittlich entwickeln wird. Vielmehr erweitert das SMID-Segment das Anlageuniversum über die größten Titel von heute hinaus und ermöglicht den Zugang zu Unternehmen aus einer breiteren Palette von Branchen und Entwicklungsphasen. Aktives Management versucht, diese Breite zu erfassen, bleibt dabei jedoch in Bezug auf Qualität, Bewertung und Portfoliorisiko selektiv – und flexibel, wenn sich die Fakten ändern. Wir sind bestrebt, echte neue Marktführer zu identifizieren, ohne vorübergehende Knappheit oder kurzfristige Dynamik mit nachhaltigem Wettbewerbsvorteil zu verwechseln.
Fußnoten:
- Quellen: Russell, ClearBridge Investments. Stand: 30. Juni 2026.
WO LIEGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Anlagekapitals.
Die Vermögensallokation auf verschiedene Strategien, Anlageklassen und Investments kann sich als nicht vorteilhaft erweisen und zu anderen als den gewünschten Ergebnissen führen.
Beteiligungspapiere unterliegen Kursschwankungen und sind mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden.
Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (Large Caps) können je nach Markt- und Wirtschaftslage bei den Anlegern in Ungnade fallen.
Die Risiken und die Volatilität bei Small-Cap- und Mid-Cap-Aktien sind größer als bei Large-Cap-Aktien.
Alle Unternehmen und/oder Fallstudien im vorliegenden Dokument dienen lediglich der Veranschaulichung. Eine entsprechende Anlage wird derzeit nicht unbedingt in einem von Franklin Templeton empfohlenen Portfolio gehalten. Die bereitgestellten Informationen stellen weder eine Empfehlung noch eine individuelle Anlageberatung in Bezug auf bestimmte Wertpapiere, Strategien oder Anlageprodukte dar und sind kein Hinweis auf Handelsabsichten für ein durch Franklin Templeton verwaltetes Portfolio.
