AUTOREN

Tom Nelson, CFA, CAIA
Head of Market Strategy
Franklin Templeton Investment Solutions

Miles Sampson, CFA
Head of Asset Allocation Research,
Franklin Templeton Investment Solutions

Siddharth Chatterjee, CFA
Portfolio Manager
Franklin Templeton Investment Solutions

Ian Westley, CFA
Senior Research Analyst
Franklin Templeton Investment Solutions
Die Schwellenländer haben sich mehr als zehn Jahre lang schlechter entwickelt als die globalen Indizes, da strukturelle Herausforderungen ihr Wachstum verlangsamt, die Inflation verstärkt, die politischen Möglichkeiten begrenzt und die Unternehmensperformance geschwächt haben.
Nun, da das Jahr 2026 vor uns liegt, denken wir, dass die Schwellenländer endlich in eine Phase eingetreten sind, in der die makroökonomischen Bedingungen, politische Flexibilität und das Verhalten der Unternehmen eine spannende Kombination bilden, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gewinnqualität und der Kapitaleffizienz führen könnte. Die Outperformance der Schwellenländeraktien im Jahr 2025 stützt diese These.
Bedeutende globale Themen wie künstliche Intelligenz (KI), die Entdollarisierung1 und die Handelsdynamik verstärken den Wandel noch. Sie verändern die gängige Investmentrechnung und sorgen dafür, dass Schwellenländeranlagen bei Allokationsentscheidungen eine größere Rolle spielen.
All das geschieht in einer Zeit, in der Schwellenländeraktien im Vergleich zu Aktien aus den Industrieländern günstig bewertet zu sein scheinen. Auf Basis der Gewinnerwartungen für die kommenden zwölf Monate weist der FTSE EM Index ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,7 auf. Dies entspricht einem Abschlag von 31 % gegenüber den Industrieländern.2
Wie wir in diesem Beitrag darlegen, treten die Schwellenländer nun in eine neue Phase ein, in der die Kombination aus makroökonomischer Stabilität, politischer Flexibilität und strukturellen Reformen in Verbindung mit wichtigen globalen Paradigmenwechseln das Wachstum beflügelt. Die KI-Nachfrage, die Entdollarisierung und die Neuausrichtung der Lieferketten tragen dazu bei, dass die Schwellenländer für Anleger an Bedeutung gewinnen. Ein Trend, der zusätzlich durch die Verbesserung der Gewinnqualität, die stärkeren Bilanzen und die nachhaltigere Wachstumsdynamik unterstützt wird.
Die Chancen bei Schwellenländeraktien ergeben sich vor allem aus steigenden Eigenkapitalrenditen und sinkenden Eigenkapitalkosten. Reformen im Bereich der Corporate Governance, eine disziplinierte Kapitalallokation, höhere Dividenden und weitere Aktienrückkäufe könnten zu einem Bewertungsanstieg führen. Die Attraktivität von Schwellenländeranleihen liegt in der Disinflation, der gestiegenen Glaubwürdigkeit der Politik, der solideren Haushaltslage und den abnehmenden Extremrisiken begründet. Diese Dynamik unterstützt den Carry, das Potenzial für Kursgewinne von Durationstiteln und die Verengung der Spreads, insbesondere auf den Märkten für Lokalwährungsanleihen.
Unseres Erachtens hat die jüngste Stärke der Schwellenländer vereinzelt zu Überbewertungen und zu einem Konzentrationsrisiko geführt, insbesondere bei Mega-Cap-Titeln aus dem Technologiesektor. Im Hinblick auf die gesamte Vermögensbasis besteht jedoch noch erhebliches Wertpotenzial. Ein aktives Management kann den Zugang zu diesem Wertpotenzial erleichtern und in den Schwellenländern engagierten Anlegern positive Renditen ermöglichen.
Fußnoten
- Entdollarisierung – zunehmende Abkehr von der Nutzung des US-Dollars als globale Reservewährung.
- Quelle: Analyse von Franklin Templeton Investment Solutions (FTIS). Indizes werden nicht gemanagt und es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in Indizes nicht berücksichtigt.
WO LIEGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, ein Verlust des Anlagekapitals ist möglich.
Aufgrund von Transaktionskosten, Aufwendungen und anderen Faktoren kann die Wertentwicklung des Fonds erheblich von der Wertentwicklung eines Index abweichen.
Beteiligungspapiere unterliegen Kursschwankungen und sind mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden.
Internationale Anlagen sind mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu gehören Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, die zu erhöhter Volatilität führen können. Diese Risiken sind in den Schwellenländern noch größer. Wenn im Rahmen der Strategie in Unternehmen in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region investiert wird, kann sie höherer Volatilität ausgesetzt sein als eine geografisch breiter diversifizierte Strategie.
Investments in China, Hongkong und Taiwan unterliegen speziellen Risiken. Dazu gehören eine geringere Liquidität, Enteignungen, eine konfiskatorische Besteuerung, Spannungen im internationalen Handel, Verstaatlichung sowie Devisenkontrollbestimmungen und eine hohe Inflation. All dies kann negative Auswirkungen auf den Fonds haben. Investitionen in Hongkong und Taiwan könnten wegen der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu China negativen Einflüssen unterliegen.
Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (Large Caps) können je nach Markt- und Wirtschaftslage bei den AnlegerInnen in Ungnade fallen.
Die Risiken und die Volatilität bei Small-Cap- und Mid-Cap-Aktien sind größer als bei Large-Cap-Aktien.
Alle Unternehmen und/oder Fallstudien im vorliegenden Dokument dienen lediglich der Veranschaulichung. Eine entsprechende Anlage wird derzeit nicht unbedingt in einem von Franklin Templeton empfohlenen Portfolio gehalten. Die bereitgestellten Informationen stellen weder eine Empfehlung noch eine individuelle Anlageberatung in Bezug auf bestimmte Wertpapiere, Strategien oder Anlageprodukte dar und sind kein Hinweis auf Handelsabsichten für ein durch Franklin Templeton verwaltetes Portfolio.
WF: 8130258
