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Angeführt vom Bitcoin und gestützt durch einige Nachrichten in der zweiten Jahreshälfte stiegen die Kurse von Kryptowährungen Ende 2023 an. Schlagzeilen machten unter anderem:

  • Die Ächtung prominenter Personen und Unternehmen der Kryptobranche, denen Fehlverhalten vorgeworfen wurde – vor allem die Verurteilung von Sam Bankman-Fried von FTX wegen Betrugs1 und das Eingeständnis von Verstößen gegen Geldwäschevorschriften durch Changpeng Zhao, den Gründer und CEO von Binance.2
  • In weithin beachteten Gerichtsverfahren verlor die US-Börsenaufsicht SEC gegen die Firmen Ripple und Grayscale. Das Gericht stimmte der Auffassung der SEC, Ripples XRP-Token sei ein Wertpapier, nicht zu,3 und bezeichnete die Zurückweisung der Spot-Bitcoin-ETF-App von Grayscale durch die SEC als „unberechenbar und willkürlich“.4

Die Aussicht auf mehr Investitionen in Bitcoin kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Schürfen neuer Einheiten sich voraussichtlich verlangsamen wird. Das nächste „Halving-Event“ beim Bitcoin wird irgendwann zwischen März und Mai 2024 erwartet. Dabei wird die Vergütung, die Bitcoin-Miner für das Verifizieren von Transaktionen im Zahlungsnetzwerk erhalten, verringert. 

Bitcoin ist ein durch Algorithmen gesteuerter Vermögenswert, bei dem im Code vorprogrammiert ist, wann neue Einheiten herausgegeben werden. Immer wenn 210.000 Transaktionen im Zentralverzeichnis, dem so genannten Ledger, aufgezeichnet sind, wird die Vergütung für das „Mining“ halbiert. Bisher gab es im Bitcoin-Netzwerk drei „Halving-Events“. In anderen Zyklen hatte der Bitcoin rund 477 Tage vor dem Halving seinen tiefsten Kurs erreicht, war dann im Vorfeld des Ereignisses allmählich und in den Monaten danach sprunghaft angestiegen.5 Der Bitcoin-Kurs hatte im November 2022 mit 15.782 USD einen Tiefststand erreicht und war bis Anfang Dezember 2023 auf über 40.000 USD gestiegen. Auf der Grundlage der momentanen Preisentwicklung scheint sich dieses Muster also im Vorfeld des vierten „Halving-Events“ zu wiederholen.

Die Betrachtung der Fundamentaldaten und der Kennzahlen im Ökosystem einer breiteren Auswahl von Kryptowährungen und Tokens deutet ebenfalls auf ein Wachstumsumfeld hin.

  • Ethereum, die größte Layer-1-Blockchain, hat 16,8 Milliarden USD an Gebühren generiert – davon sind über 60,0 % als Erträge geflossen. Das bedeutet: das Ethereum-Netzwerk hat nach Recherchen von Caleb und Brown in nur sieben Jahren über 10 Milliarden USD Ertrag generiert. Damit erreichte das Protokoll diesen Ertrags-Schwellenwert ebenso schnell wie führende Unternehmen der Tech-Branche wie Google (Alphabet) und Facebook (Meta).6
  • Eine Studie der Weltbank und von Global Macro Investor zeigt, dass Kryptowährungen sich schneller durchsetzen als das Internet. Das Internet nutzten nach sieben Jahren (ab 1992) weltweit 187 Millionen Menschen (76 % Wachstum pro Jahr). Kryptowährungen besitzen nach sieben Jahren (ab der Einführung des Ethereum im Jahr 2015) 425 Millionen Menschen (137 % Wachstum pro Jahr).7
  • Die Anzahl der monatlich im Krypto-Bereich aktiven Adressen hat ein Allzeithoch von 15 Millionen erreicht. Immer mehr verschiedene Apps und Dienstleistungen erleichtern den Menschen den Zugriff und so haben sich die Nutzerzahlen in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt. Allein im Jahr 2022 wurden 700 neue Apps erstellt.
  • Fast 30.000 Entwicklerpersonen leisteten 2023 einen Beitrag zu Krypto-Projekten oder bauten daran mit. Trotz des Krypto-Winters und9 deutlichen Kursrückgängen stieg ihre Zahl in den letzten drei Jahren um 60 %.10 

Daher gehen wir angesichts all dieser Faktoren für 2024 von einer anhaltenden Stärke der Kryptowährungen und neuem Interesse an dieser Anlageklasse aus, da der Markt den Krypto-Winter definitiv als beendet betrachtet. 



Wichtige Hinweise

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