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In dieser Ausgabe

Die niedrigere Inflation trägt dazu bei, den Konjunkturoptimismus zu stärken und verbleibende Bedenken an den Finanzmärkten zu mindern. Die Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung mehren sich, diese schlägt sich unseres Erachtens aber bereits mehr als ausreichend in den Bewertungen risikoreicherer Vermögenswerte nieder.

Wir behalten unsere Allokationspräferenz in Richtung Anleihen bei. Nun überprüfen wir unsere Analyse, die darauf hinweist, dass es an den Aktienmärkten weltweit an attraktiven Gelegenheiten mangelt. Darüber hinaus versuchen wir, Anlagen zu identifizieren, die unserer Einschätzung nach weiterhin günstig bewertet sind. Wir sehen längerfristig attraktive Gelegenheiten in Bereichen, die bei der letzten Rallye zurückgeblieben sind, wie etwa Schwellenländer.

In dieser Ausgabe der Allokationseinschätzungen befassen wir uns weiter mit den wichtigsten Themen, die unsere Ansichten bestimmen, sowie mit der Frage, wo Anleger Chancen ausfindig machen können.

Folgende Hauptthemen beeinflussen derzeit unsere Einschätzungen

Das Wachstum liegt unter dem Trend, stabilisiert sich aber: Unserer Ansicht nach nehmen die Rezessionsrisiken in den Industrieländern ab, der Ausblick stabilisiert sich. Das wirtschaftliche Klima ist unverändert rau und wird durch die geldpolitische Richtung und die strengen Kreditvergabestandards noch verstärkt. Wir gehen davon aus, dass sich die Kluft zwischen dem Wachstum des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors verringern wird.

Die Inflationsrisiken sind inzwischen geringer: Die Teuerungsrate liegt nach wie vor deutlich über dem Inflationsziel, aber der Höhepunkt der Gesamtinflation ist greifbar, da sich Waren wieder verbilligen und der Immobilienmarkt zu einem Hemmschuh zu werden scheint. Es wird erwartet, dass die hartnäckige Dienstleistungsinflation durch die Vernichtung der Nachfrage ausgeglichen wird, da die verzögerten Auswirkungen der wirtschaftlichen Abkühlung durchschlagen.

Geldpolitik wird restriktiv bleiben: Die Zentralbanken nähern sich dem Höhepunkt ihres Zinserhöhungszyklus und ihre Datenabhängigkeit steigt. Dennoch werden sie unserer Ansicht nach weiterhin restriktive Bedingungen schaffen. Sie konzentrieren sich noch immer vor allem auf die Inflationsbekämpfung, die meisten nehmen die Folgen für das Wachstum in Kauf. Die politischen Entscheidungsträger sind offenbar nach wie vor darauf vorbereitet, auf entstehende Krisen zu reagieren und die Finanzstabilität zu wahren.

Überlegungen für die Praxis

Flexibles Management nach wie vor gefragt: Wir haben Anfang 2023 mit einer Allokationspräferenz weg von Aktien begonnen, die wir beibehalten haben. Die Höhe der in den Risikopositionen diskontierten Prämie entspricht nicht dem makroökonomischen Umfeld und der Ungewissheit, mit der wir rechnen. Nach wie vor halten wir einen flexiblen Anlagestil für angemessen.

Wo finden wir also günstige Gelegenheiten?: Die beachtliche Führungsposition der US-Large-Caps aus dem Tech-Sektor könnte noch Spielraum haben, aber wir sehen uns veranlasst, nach Alternativen zu suchen. Attraktivere Gelegenheiten finden wir bei Titeln mit geringerer Marktkapitalisierung in den USA oder bei Aktien aus Schwellenländern, die bei der Rallye seit Anfang Oktober 2022 ins Hintertreffen geraten sind.

Die Suche nach Alternativen: Im Zuge der nachlassenden geldpolitischen Straffung hat sich das Renditepotenzial globaler Anleihen, insbesondere Staatsanleihen mit relativ geringem Risiko, unseres Erachtens verbessert. Wir halten viel von „alternativen Anlagen“ wie z. B. Privatanlagen, die eine natürliche Diversifizierung und aufgrund ihrer relativen Illiquidität potenziell eine zusätzliche Rendite bieten.



Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

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