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Zusammenfassung und Themen

Unser Risikoansatz bleibt auch im April äußerst taktisch ausgerichtet, da der Konflikt im Nahen Osten nach wie vor die Märkte bestimmt.

Unterbrochene Energielieferungen sind der Hauptgrund für die Spannungen an den Finanzmärkten, und der Iran ist ungeachtet der militärischen Überlegenheit der USA weiterhin in der Lage, die Energieproduktion und den Energietransit zu behindern.

Wir halten eine vollständige Beilegung der Feindseligkeiten trotz der fragilen Waffenruhe für unwahrscheinlich. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben werden, was sich auf die Inflationserwartungen auswirken, das Vertrauen der Privatwirtschaft untergraben und das Wirtschaftswachstum bremsen dürfte.

Eine steigende Inflation erschwert es den Zentralbanken, die schwächelnde Konjunktur anzukurbeln, was die Stagflationserwartungen1 schürt. Alles in allem spricht dies für eine defensive Ausrichtung der Vermögensallokation.

Vor diesem Hintergrund haben wir unsere anlageklassenübergreifende Positionierung neutrali- siert, halten jedoch weiterhin einige Risikopositionen innerhalb der einzelnen Anlageklassen.

Makro-Themen

Stabiles, aber nachlassendes Wachstum

  • Die konjunkturellen Frühindikatoren haben sich etwas abgeschwächt, da die Geschäftstätigkeit durch höhere Inputkosten und ein schwindendes Vertrauen gebremst wird.
  • Die Unternehmensstimmung scheint gut zu sein, wie positive Gewinnprognosen und der Ausblick für 2026 zeigen.
  • Die US-Wirtschaft zeigt sich relativ widerstandsfähig, und die Arbeitsmarktdaten sind zwar uneinheitlich, bleiben aber stabil.

Anhaltender Inflationsdruck

  • Bereits vor dem Energiepreisschock hatte der Inflationsdruck zugenommen, und die meisten Werte lagen über den Zielvorgaben der Zentralbanken.
  • Hohe Energiepreise können zu einem Rückgang der Realeinkommen führen, die Nachfrage dämpfen und somit zu stagflationären Entwicklungen in den großen Volkswirtschaften beitragen.
  • Die Zölle haben sich sowohl auf die Verbraucherpreise in den USA als auch auf die Margen der Unternehmen ausgewirkt. Infolgedessen liegt die Kerngüterinflation weiterhin über dem Trend, auch wenn der Aufwärtsdruck möglicherweise seinen Höhepunkt erreicht hat.

Politische Spaltung

  • Während die Märkte den Energiepreisschock verarbeiten, zeichnet sich eine zunehmende Zweiteilung in eine unterstützende Fiskalpolitik und eine restriktive Geldpolitik ab.
  • Angesichts des Nahostkonflikts haben sich die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik verändert: Für die meisten Regionen sind nun mehrere Zinserhöhungen eingepreist.
  • In den großen Volkswirtschaften wird im Allgemeinen eine wachstumsfördernde Fiskalpolitik umgesetzt. Steuerrückerstattungen in den USA dürften die negativen Auswirkungen der Zölle ausgleichen, und auch die Energiehilfspakete könnten einen Einfluss haben.

Themen für die Portfoliopositionierung

Taktisch neutral

  • Vorhersagen zur geopolitischen Lage sind schwierig und erfordern stets eine gewisse Vorsicht. Daher streben wir eine Begrenzung des Tracking Errors in unseren Portfolios an und verringern das Aktienrisiko, bis mehr Klarheit herrscht.
  • Das makroökonomische Umfeld ist schwieriger geworden, da die Inflation die Erwartungen hinsichtlich einer expansiven Geldpolitik dämpft.
  • Die Marktstimmung und die Positionierung sind auf ein attraktiveres Niveau zurückgekehrt, was Risikoanlagen stützt. Gleichzeitig sind die Fundamentaldaten der Unternehmen relativ günstig.

Rotation in Richtung Kernaktien

  • Wir haben unsere Positionierung in US-Aktien auf den Prüfstand gestellt und unser Engagement in Kernaktien aufgestockt, da sich die Bedingungen für eine Marktverbreiterung vor dem Hintergrund eines weniger attraktiven makroökonomischen Umfelds verschlechtert haben.
  • Wegen ihrer größeren Sensibilität gegenüber Energieversorgungsengpässen aufgrund des Nahostkonflikts haben wir unsere Übergewichtung von japanischen Aktien und Aktien aus den Schwellenländern reduziert.
  • Wir verbinden diese Anpassungen mit einer Reduzierung unserer Untergewichtung von europäischen und britischen Aktien, da wir bestrebt sind, den Tracking Error zu verringern.

Neutrale Haltung zu Staatsanleihen

  • Wir rechnen damit, dass eine drohende Nachfragevernichtung bei den geldpolitischen Entscheidungen eine größere Rolle spielen wird als die Inflation.
  • Das resiliente Wachstum in den USA und die hartnäckige Inflation machen eine Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank (Fed) unserer Ansicht nach unwahrscheinlicher. Daher bleiben wir bei der US-Duration untergewichtet.
  • Wir haben unser Engagement in Anleihen aus den Schwellenländern in Lokalwährung zurückgefahren und nehmen aufgrund der anhaltenden Unsicherheit und der Stärke des US-Dollars eine vorsichtigere Haltung gegenüber Anleihen aus dieser Region ein.


Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

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