AUTOREN

Brett Goldstein, CFA
Head of Multi-Asset
Franklin Templeton Investment Solutions

Tom Nelson, CFA, CAIA
Head of Market Strategy
Franklin Templeton Investment Solutions

Miles Sampson, CFA
Head of Asset Allocation Research,
Franklin Templeton Investment Solutions
Zusammenfassung
In den Allokationseinschätzungen dieses Monats nähren solide Fundamentaldaten der Unternehmen und ein resilientes Wachstum trotz hartnäckiger Inflation und einer restriktiveren Geldpolitik unseren anhaltenden Optimismus gegenüber Aktien im Juni.
Der Superzyklus bei den Investitionsausgaben setzt sich unvermindert fort und kommt einer Vielzahl von Unternehmen zugute, die am Ausbau der künstlichen Intelligenz (KI) beteiligt sind.
Anlegerbedenken hinsichtlich der Kapitalrendite dieser Investitionen wurden durch zweistellige Gewinnerwartungen zerstreut, die die zukunftsgerichteten Kurs-Gewinn- Verhältnisse (KGV) auf annehmbaren Niveaus halten und die Marktdynamik beflügeln.
Eine restriktive Geldpolitik sowie steigende Inputkosten erzeugen Gegenwind für Risikoanlagen, doch unseres Erachtens überwiegen die anhaltend kräftigen Unternehmensgewinne diese Bedenken.
Bei Anleihen hat eine restriktive geldpolitische Wende in Verbindung mit höheren Laufzeitprämien die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben getrieben. Dadurch hat sich die Bewertungslücke zu Staatsanleihen aus internationalen Industrieländern geschlossen.
Makro-Themen
Stabiles Wachstum
- Solide Gewinnerwartungen begründen einen optimistischen Ausblick für die Zeit nach dem Konflikt, obwohl sich die Breite bei den Gewinnen verringert hat.
- Die US-Wirtschaft erweist sich als resilient, und die Arbeitsmarktdaten haben sich stabilisiert.
- Die konjunkturellen Frühindikatoren wirken gesund, dennoch verfolgen wir die Auswirkungen höherer Inputkosten. Die Indikatoren im Euroraum entwickeln sich schwächer als in anderen Regionen.
Hartnäckige Inflation
- Die Inflationsdynamik in den USA bleibt schwierig. Die Kerninflation ist hoch, allerdings deuten einige Indikatoren darauf hin, dass der Druck abnimmt.
- Auch die Kerngüterinflation befindet sich über dem Trend. Der Zolldruck mag seinen Höhepunkt erreicht haben, wird derzeit aber durch die angespannte Lage in den globalen Lieferketten kompensiert.
- Wir erwarten begrenzte Effekte zweiter Ordnung durch den Energieimpuls, da sich der Konflikt im Iran einer Lösung nähert.
Politische Spaltung
- Während die Märkte den Energiepreisschock verarbeiten, zeichnet sich eine zunehmende Zweiteilung in eine unterstützende Fiskalpolitik und eine restriktive Geldpolitik ab.
- Angesichts des Nahostkonflikts haben sich die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik verändert: In den meisten Regionen, auch in den USA, zeichnet sich eine Tendenz zur Straffung ab.
- Die Fiskalpolitik fördert das Wachstum, trägt aber gleichzeitig zu größeren Defiziten bei. Steuerrückerstattungen in den USA gleichen die negativen Auswirkungen der Zölle aus, und auch die Energiehilfspakete könnten einen Einfluss haben.
Themen für die Portfoliopositionierung
Optimismus gegenüber Aktien
- Die Fundamentaldaten der Unternehmen bleiben angesichts der Erwartungen eines zweistelligen Gewinnwachstums für die nächsten zwölf Monate solide.
- Der Konflikt im Nahen Osten nähert sich einer Lösung, und wir gehen davon aus, dass die Märkte über vorübergehende Rückschläge hinwegsehen werden.
- Die Marktstimmung und die Positionierung haben sich gefestigt, sind aber noch nicht überschwänglich und stützen Risikoanlagen weiterhin allgemein.
Fokus auf US-Kernaktien
- Wir bevorzugen noch immer Large Caps aus den USA, da die Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) die Aktienmärkte weiterhin beflügeln.
- Nach der zuletzt starken Wertentwicklung verringern wir unser Engagement in Schwellenländeraktien, angesichts solider Fundamentaldaten der Unternehmen und des Engagements in KI-Themen bleiben wir jedoch optimistisch.
- Unser Engagement in japanischen Aktien haben wir aufgrund des steigenden Inflationsdrucks in Verbindung mit höheren Importkosten und den Auswirkungen der fiskalischen Konjunkturmaßnahmen zurückgefahren.
Ausgleich des Durationsengagements
- Unseres Erachtens wird ein drohender Nachfrageeinbruch einen stärkeren Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen haben, als die Marktpreise vermuten lassen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbanken Markterwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen erfüllen.
- Das robuste Wachstum in den USA und die komplexe Inflationsdynamik erschweren die Geldpolitik der Fed. Wir haben unsere US-Durationspositionierung erhöht, bleiben jedoch in Anbetracht des anhaltenden Aufwärtsdrucks auf die Renditen untergewichtet.
- Angesichts solider Gewinne und enger Spreads erscheinen uns die Überrenditen bei Aktien attraktiver als bei Krediten.
WO LIEGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Anlagekapitals.
Beteiligungspapiere unterliegen Kursschwankungen und sind mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden. Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (Large Caps) können je nach Markt- und Wirtschaftslage bei den Anlegern in Ungnade fallen. Die Risiken und die Volatilität bei Small Caps und Mid Caps sind größer als bei Large Caps.
Anleihen bergen Zins-, Kredit-, Inflations- und Wiederanlagerisiken sowie das Risiko eines möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Wenn die Zinssätze steigen, fällt der Wert von festverzinslichen Wertpapieren. Niedrig bewertete High-Yield-Anleihen sind größeren Kursschwankungen und höheren Illiquiditäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt.
Die Vermögensallokation auf verschiedene Strategien, Anlageklassen und Investments kann sich als nicht vorteilhaft erweisen und zu anderen als den gewünschten Ergebnissen führen. Wenn im Rahmen einer Strategie in Unternehmen in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region investiert wird, kann sie höherer Volatilität ausgesetzt sein als eine geografisch breiter diversifizierte Strategie.
Rohstoffbezogene Anlagen unterliegen zusätzlichen Risiken wie der Volatilität von Rohstoffindizes, Anlegerspekulation, zins- und wetterbezogenen Risiken sowie nachteiligen steuerlichen und regulatorischen Entwicklungen.
Internationale Anlagen sind mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu gehören Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, die zu erhöhter Volatilität führen können. Diese Risiken sind in Schwellenländern noch größer. Der Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft ist noch immer hoch, und daher spielen bei Investitionen in China Regulierungsrisiken im Vergleich zu vielen anderen Ländern eine größere Rolle.
Anlagen in Unternehmen in Privatbesitz sind mit bestimmten Herausforderungen verbunden und bergen gegenüber Anlagen in börsennotierten Unternehmen zusätzliche Risiken. Dazu gehören die begrenzte Verfügbarkeit von Informationen zu diesen Unternehmen sowie der generelle Mangel an Liquidität.
Ein aktives Management garantiert weder Gewinne noch schützt es vor Marktrückgängen. Diversifizierung ist keine Garantie für Gewinne und bietet keinen Schutz vor Verlusten.
Alle Unternehmen und/oder Fallstudien im vorliegenden Dokument dienen lediglich der Veranschaulichung. Eine entsprechende Anlage wird derzeit nicht unbedingt in einem von Franklin Templeton empfohlenen Portfolio gehalten. Die bereitgestellten Informationen stellen weder eine Empfehlung noch eine individuelle Anlageberatung in Bezug auf bestimmte Wertpapiere, Strategien oder Anlageprodukte dar und sind kein Hinweis auf Handelsabsichten für ein durch Franklin Templeton verwaltetes Portfolio.
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