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Zusammenfassung

Derzeit ist eine vermehrte Volatilität an den Rentenmärkten zu beobachten, da gestiegene Energiepreise und ein robustes Wachstum die Anleiherenditen in die Höhe treiben.

Dies hat die Aktienbewertungen unter Druck gesetzt und zu einer zunehmend positiven Korrelation zwischen Aktien und Anleihen geführt. Gleichzeitig wurde dadurch die Notwendigkeit zusätzlicher Diversifizierungsinstrumente innerhalb von Anlageportfolios deutlich.

Diesen Monat beleuchten wir in den Allokationseinschätzungen, warum ein anhaltend starkes Wirtschaftswachstum und solide Unternehmensgewinne für eine gewisse Risikobereitschaft sprechen – selbst angesichts von Unsicherheiten wie geopolitischen Spannungen, anhaltender Inflation und einer Straffung der Geldpolitik.

Wir halten weiterhin an unserer optimistischen Einschätzung von Aktien fest, erwarten aber auch einen steigenden Wert bei Staatsanleihen, da die Märkte mehrere Zinserhöhungen einpreisen und die Renditen damit auf ein attraktives Niveau treiben.

Makro-Themen

Starkes Wachstum

  • Das makroökonomische Wachstum bleibt dank der großen Ertragskraft der Unternehmen stark.
  • Die US-Wirtschaft zeigt sich dabei als besonders widerstandsfähig. Die Wachstumsprognosen für die USA liegen über dem Trend, während das Arbeitsmarktumfeld stabil erscheint.
  • Die konjunkturellen Frühindikatoren wirken gesund und die Wirtschaftstätigkeit hat angezogen, dennoch haben wir die Auswirkungen höherer Zinsen und InpuTkosten genau im Blick.

Komplizierte Inflation

  • Die Inflationslage in den USA ist weiterhin durch eine anhaltende Phase erhöhter Kerninflationswerte geprägt, auch wenn die jüngsten Daten positiver ausgefallen sind.
  • Wir erwarten nur begrenzte Zweitrundeneffekte des Energiepreisanstiegs, da die angebotsbedingte Inflation dazu führt, dass sich die Realeinkommen verringern und die Menschen auf Konsumausgaben verzichten.
  • Die Kerninflation bei Waren hat sich etwas verbessert. Der Druck durch Zölle hat nachgelassen, doch wir behalten die angespannte Lage der globalen Lieferketten im Blick.

Straffere Geldpolitik

  • Angesichts der erhöhten Spannungen im Nahen Osten haben sich die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik verändert: In allen wichtigen Regionen, auch in den USA, zeichnet sich eine Tendenz zur Straffung ab.
  • Kevin Warsh, der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), konzentriert sich derzeit darauf, die Glaubwürdigkeit der Zentralbank zu stärken. Daher rechnet der Markt nun mit einem restriktiveren Kurs des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC).
  • Die Zwischenwahlen in den USA dürften kaum Auswirkungen auf die Fiskalpolitik oder die Anleiherenditen haben, auch wenn Debatten über den Haushalt und die Schuldenobergrenze zu einer gewissen Volatilität an den Anleihemärkten führen könnten.

Portfoliothemen

Anlageklassenübergreifend: Risikobereitschaft

  • Die Fundamentaldaten der Unternehmen bleiben angesichts der Erwartungen eines zweistelligen Gewinnwachstums für die nächsten zwölf Monate solide.
  • Das makroökonomische Wachstum ist nach wie vor ein Positivfaktor, dem jedoch die komplizierte Inflation und die politischen Rahmenbedingungen entgegenstehen.
  • Die Marktstimmung und die Positionierung werden wieder etwas überschwänglicher, haben unseres Erachtens jedoch noch kein besorgniserregendes Niveau erreicht.

Aktien-Diversifizierung

  • Künstliche Intelligenz (KI) ist der Schwerpunkt unseres Aktienengagements, was eine Übergewichtung von Aktien aus den USA, den Schwellenländern und Japan zur Folge hat.
  • Das Vertrauen in die Breite der US-Unternehmensgewinne beschränkt sich auf Large Caps, da die Gewinne von Small Caps überproportional stark durch höhere Zinsen geschmälert werden.
  • Australische Aktien erscheinen uns wegen der Kombination aus schwachem Binnenwachstum, mangelnder fiskalischer Unterstützung und straffer Geldpolitik nach wie vor am unattraktivsten im Regionenvergleich.

Potenzial bei Durationstiteln

  • Wir rechnen damit, dass die höheren Energiepreise eine stärkere Nachfragevernichtung zur Folge haben, als es die Marktpreise vermuten lassen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die großen Zentralbanken die Markterwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen erfüllen.
  • Wir bewerten US-Staatsanleihen nun positiver, da die Märkte das reflationäre makroökonomische Umfeld in den USA angemessen eingepreist haben.
  • Angesichts der hohen Unternehmensgewinne und der engen Spreads erscheinen die Überrenditen von Aktien attraktiver als die von Unternehmensanleihen.


Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

Herausgegeben von Franklin Templeton International Services S.à r.l., Niederlassung Deutschland, Mainzer Landstr. 16, 60325 Frankfurt am Main.

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