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Die US-Notenbank (Fed) hat auf der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC), die am 12. Juni endete, wie weithin erwartet beschlossen, die Fed Funds Rate nicht zu verändern. Die Mitglieder votierten einstimmig dafür, den Zielkorridor für den Leitzins bei 5,25 % bis 5,50 % zu belassen.

Die Juni-Sitzung des FOMC war eine Quartalssitzung, und aus dem aktualisierten „Dot Plot“ der Fed – offiziell als „Summary of Economic Projections“ (Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen) oder SEP bezeichnet – geht die Medianerwartung einer Kürzung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende hervor. Im letzten Quartal waren noch drei Kürzungen erwartet worden. Außerdem denken nun vier Fed-Vertreter, dass bis Ende 2024 gar keine Zinssenkungen nötig sein werden – das sind zwei mehr als vor drei Monaten. Ein Fed-Vertreter gab sogar an, dass es möglicherweise auch im nächsten Jahr keinen Grund geben wird, die Zinsen zu senken. Insgesamt handelt es sich somit eindeutig um eine restriktive Erklärung. Allerdings lautet die Medianprognose der FOMC-Mitglieder für die Zeit bis Ende 2025 auf fünf Zinssenkungsschritte – das ist nur ein Schritt weniger als in der letzten SEP.

Der langfristige neutrale Zinssatz der Fed (bei dem die Geldpolitik weder zu restriktiv noch zu locker ist) erhöhte sich leicht auf 2,8 %. Mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt erwartet die Fed für 2024 und 2025 unverändert ein Wachstum von 2,1 % bzw. 2 %. Die Notenbank wies darauf hin, dass die Wirtschaftstätigkeit weiterhin moderat zugenommen hat. Sie ist außerdem überzeugt, dass der Arbeitsmarkt robust ist und die Arbeitslosigkeit im gesamten Jahr 2024 auf dem aktuellen Niveau von 4 % bleiben und sich erst Ende 2025 leicht auf 4,1 % erhöhen wird.

Wie ebenfalls erwartet, signalisierte die Fed dem Markt, dass die stimmberechtigten Mitglieder den Bilanzabbau weiter verlangsamen werden.

Fed-Chef Jerome Powell wiederholte auch, der Ausschuss halte eine Senkung des Zielkorridors nicht für angemessen, ehe er nicht größeres Vertrauen gewonnen habe, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2%-Ziels bewegt. Das bevorzugte Inflationsbarometer der Fed, der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), stand im April unverändert bei 2,8 %, während der Wert des Kern-Verbraucherpreisindex im Mai 3,4 % betrug. Die Fed erwartet nicht, dass der Kern-PCE-Index vor 2026 auf das 2%-Ziel zurückgehen wird. Powell erklärte weiter, dass die Risiken für das Erreichen des doppelten Mandats von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung „immer ausgewogener“ werden.

Schließlich betonte die Fed, dass sie ihre geldpolitischen Entscheidungen weiterhin stark von den Daten abhängig machen wird. Die Wirtschaftstätigkeit habe weiter in einem soliden Tempo zugenommen, die Inflation habe nachgelassen, sei aber immer noch hoch und das Stellenwachstum bleibe stark.



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