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Die Bewertungen, zu denen südkoreanische Unternehmen gehandelt werden, sind im die niedrigsten aller vergleichbaren Schwellenländer.1 Dabei haben einige der weltweit dynamischsten und innovativsten Unternehmen der Halbleiter- und Grundstoffindustrie ihren Sitz in Südkorea. Der Grund für den „Korea-Rabatt“ sind Schwächen in der Unternehmensführung und der schlechte Umgang mit Minderheitsaktionären. Auch das System der Jaebeol2 belastet die Bewertungen. Es ist geprägt durch Überkreuzbeteiligungen und die Beherrschung der Unternehmen durch mächtige Familien, ohne dass diese einen dementsprechenden wirtschaftlichen Anteil an ihnen halten würden.

Nun haben die politischen Entscheidungsträger beschlossen, den Korea-Rabatt mit einem Programm namens „Value-Up“ ins Visier zu nehmen. Durch Zielvorgaben zur Verbesserung des Unternehmenswerts, Steueranreize zur Förderung von Veränderungen und die Einführung eines Value-Up-Index und entsprechender ETFs zur Förderung der Anerkennung an den Märkten sollen die Aktienbewertungen steigen. Value-Up stützt sich auf drei Grundsätze: Wertsteigerung, Transparenz und Selbsteinschätzung. Im Gegensatz zum japanischen Unternehmensführungskodex, der nach dem Prinzip „Comply or explain“ funktioniert, ist die Teilnahme an dem koreanischen Programm freiwillig.

Die Regierung hat sich zur Umsetzung von Steuerreformen und zur Überarbeitung des Paragrafen 382 des Handelsgesetzes verpflichtet. Diese Maßnahme soll die Unternehmensführung und den Schutz von Minderheitsaktionären verbessern. Ein Zeitplan und die Einzelheiten der steuerlichen Änderungen wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben. Eine weitere Herausforderung ist der Machtwechsel im Parlament: Nach den jüngsten Wahlen ist die Oppositionspartei Democratic Party of Korea (DPK) dort die stärkste Kraft. Der Wahlerfolg der DPK wird der Regierung die Verabschiedung von Steuerreformen erschweren.

Value-Up ist zwar freiwillig, aber die Aufsichtsbehörden gehen davon aus, dass der Markt die Unternehmen, die sich die Ziele des Programms zu eigen machen, mit höheren Bewertungen belohnen wird. Die Reformen könnten zu einer Verringerung des Korea-Rabatts für einzelne Unternehmen führen, aber das volle Potenzial für den Markt wird sich wohl nicht ohne zusätzliche Anreize zur Unterstützung des freiwilligen Ansatzes ausschöpfen lassen.
 

Laden Sie den vollständigen Beitrag herunter und erfahren Sie mehr über das Value-Up-Programm, die jüngsten Verbesserungen bei der Unternehmensführung und die Erfolgsaussichten für die Förderung der Einbindung von Minderheitsaktionären, Steueränderungen und Gesetzesreformen.



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