Schuldenstreitigkeiten im Euroraum sorgen für Unzufriedenheit in der Union

Schuldenstreitigkeiten im Euroraum sorgen für Unzufriedenheit in der Union

In dieser Ausgabe

Unsere Aufgabe als Anleihenanalysten lässt sich folgendermaßen zusammenfassen „Hab Vertrauen, aber prüfe sorgsam“. Wenn wir uns entscheiden zu investieren, vertrauen wir darauf, dass die jeweilige Regierung uns das Kapital plus Zinsen ohne Ausnahme zurückzahlt. Aber unser Vertrauen ist nicht blind. Wir müssen auf wirtschaftliche Kennzahlen achten, die sich überprüfen lassen. Regierungen wechseln jedoch. Andere Politiker mit neuen Agenden können unser Vertrauen stärken oder Bedenken hervorrufen.

Top-down-Einschätzungen

Spannungen zwischen Brüssel und Italien im Hinblick auf die Defizitfinanzierung haben Bedenken hinsichtlich einer europäischen Währungsunion wiederaufleben lassen. Wir glauben, dass sich der Euroraum in Zukunft so entwickeln wird, dass seine haushaltspolitischen Kapazitäten kombiniert werden und Mitgliedstaaten in Schwierigkeiten dabei geholfen wird, einen nachhaltigeren Weg einzuschlagen, auf dem die Jüngeren nicht mehr für die wirtschaftlichen Sünden ihrer Vorfahren Buße tun müssen.

Bottom-up-Einschätzungen

Die Frontenbildung zwischen peripheren Volkswirtschaften der EU und Brüssel in Bezug auf die Haushaltspolitik rückt unsere Analyse des Risikos von Staatsanleihen ins Blickfeld. Im Folgenden erläutern wir, warum wir italienische und spanische Staatsanleihen dennoch französischen und deutschen Staatsanleihen vorziehen.