Glossar

A

Abgeltungssteuer

Seit dem Jahr 2009 werden alle Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne mit 25 Prozent versteuert. Liegt Ihr persönlicher Einkommensteuersatz jedoch niedriger, kann zu viel gezahlte Abgeltungsteuer vom Fiskus zurückgefordert werden. Hierzu müssen die Kapitalerträge beim Finanzamt angegeben werden, damit dieses eine Günstigerprüfung vornimmt.Dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. mehr Informationen zu Steuern bei Investmentfonds finden Sie hier

Absicherung

Die Kurse der Aktien, Anleihen und Devisen unterliegen Schwankungen, die mit Hilfe von modernen Finanzinstrumenten (Futures, Optionen, Swaps) im Fondsvermögen abgesichert (engl.: hedging) werden können.

Agio

Die Differenz zwischen dem Nennwert (Nominalwert) und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers bei dessen Neuausgabe. Das Agio wird in der Regel in Prozent ausgewiesen. Gegensatz: Disagio.

Aktien

Wertpapier, in dem das Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft (AG) verbrieft ist. Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) ist am Gewinn (Dividende) beteiligt, aber auch an Kursrückschlägen. Langfristig gesehen übertrifft die Rendite von Aktien im Durchschnitt erfahrungsgemäß die anderer Vermögensanlagen.

Aktienanalyse

Die Aktienanalyse ist ein Verfahren zur Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der Kurschancen der entsprechenden Aktie. Sie dient als Entscheidungsgrundlage für den Kauf bzw. Verkauf von Aktien.

Aktienfonds

Investmentfonds, der überwiegend in Aktien anlegt. Bei Aktienfonds kann man eine Reihe von verschiedenen Anlageschwerpunkten unterscheiden, so zum Beispiel Fonds, die nur Aktien einer bestimmten Branche, eines bestimmten Landes oder bestimmter Regionen erwerben.

Aktiengesellschaft (AG)

Kapitalgesellschaft, deren Gesellschafter (Aktionäre) über den Kauf von Aktien am Grundkapital beteiligt sind. Für Verbindlichkeiten des Unternehmens haften die Gesellschafter bis zur Höhe ihrer Beteiligung. Mit seinem Stimmrecht in der Hauptversammlung der AG hat der Aktionär die Möglichkeit, auf Unternehmensentscheidungen in begrenztem Umfang einzuwirken. Auf Hauptversammlungen wird u. a. über die Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat entschieden.

Aktienindex

Ein Aktienindex ist eine Kennziffer zur Darstellung der Kursentwicklung oder Performance (Performanceindex) einer bestimmten Auswahl von Aktien.

Aktienkurs

Preis einer Aktie, der sich nach Angebot und Nachfrage richtet und sich dementsprechend börsentäglich ändern kann. Angebot und Nachfrage werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst, wie z. B. durch die gesamtwirtschaftliche Situation, die Branchenperspektive, die Gewinn- und Zukunftsaussichten der Aktiengesellschaft.

Anlagegrundsätze

siehe Anlagepolitik

Anlagehorizont

Die Zeit, in der das veranlagte Kapital investiert werden soll. Generell gilt, dass die Investitionsdauer umso länger sein soll, je höher die möglichen Kursschwankungen sind.

Anlageschwerpunkt

Der Anlageschwerpunkt eines Fonds definiert, in welche Werte das Fondsvermögen hauptsächlich investiert wird. Anlageschwerpunkte können z. B. sein:

  • Wertpapiere einer bestimmten Gattung
  • Wertpapiere eines bestimmten Landes oder einer Region
  • bestimmte Branchen oder Unternehmen

Das Kapitalanlagegesellschaftengesetz (KAGG) schreibt vor, dass ein Fonds seinen Anlageschwerpunkt nicht nach Belieben wechseln kann.

Anlagestrategie

Die Anlagepolitik bestimmt die Details der Anlage entsprechend den Anlagezielen (hohe Ausschüttungen, hohe Kurschancen etc.) und dem Fondstyp (Aktienfonds, Rentenfonds u. a.). Sie umfasst u. a.:

  • die Auswahl der Wertpapiere
    • nach Wertpapierarten
    • nach Ländern
    • nach Branchen
  • die Festlegung der Kauf- und Verkaufszeitpunkte
  • die Bestimmung des Anteils einzelner Wertpapiere am Fondsvermögen
  • die Bestimmung der liquiden Mittel

Anleihen

(= Renten, festverzinsliche Wertpapiere, engl.: bond)
Schuldverschreibung, mit der sich der Aussteller (= Emittent) gegenüber dem Käufer zur Rückzahlung des Kapitals und zur Zahlung der vereinbarten Zinsen verpflichtet. Unterschieden wird zwischen festverzinslichen Anleihen (gleichbleibende Verzinsung) und solchen mit variablen Zinsen, öffentlichen und Unternehmensanleihen (engl.: corporate bonds). Die Höhe der Verzinsung richtet sich nach dem allgemeinen Niveau und der Bonität des Schuldners. Die meisten Anleihen werfen regelmäßig Erträge ab (daher auch „Renten“ genannt), weshalb sie von bestimmten Anlegern bevorzugt werden. Ihre Kursentwicklung hängt von der Entwicklung der Marktzinsen in Relation zu ihrer Nominalverzinsung sowie von ihrer Restlaufzeit ab. Bei allgemein steigenden Zinsen fallen die Kurse von Anleihen mit niedriger Verzinsung und langer Restlaufzeit besonders deutlich, bei fallenden Zinsen steigen die Kurse vor allem hochverzinster Papiere stark.

Anlegerschutz

Grundgedanke des Investmentgesetzes (InvG) ist, den Anleger vor Vermögensverlusten oder nicht kalkulierbaren Risiken so weit wie möglich zu schützen.

Anteil

siehe Fondsanteil

Anteilswert

Der Wert eines Fondsanteils errechnet sich aus dem Wert des Fondsvermögens dividiert durch die Gesamtzahl der ausgegebenen Anteile. Er ist u. a. abhängig vom Börsenkurs der zum Fondsvermögen gehörenden Wertpapiere. Der Anteilswert wird börsentäglich veröffentlicht, er entspricht dem Preis, den der Anleger bei Rückgabe seiner Anteile erhalten würde (Rücknahmepreis). Anteilswert plus Emissionsgebühr ergibt den Ausgabepreis, der ebenfalls börsentäglich veröffentlicht wird.

Asset Allocation

Die Verteilung des Kapitals erfolgt über verschiedene Anlageklassen, um Anlageziele mit einem für den Anleger tolerierbaren Risiko zu erreichen. Dabei werden Wertpapiere unterschiedlicher Anlageklassen (Aktien, Renten, Geldmarkt), Branchen und Regionen miteinander kombiniert, um eine breite Risikostreuung zu erzielen.

Auflegungsdatum

Zeitpunkt, zu dem die Anteile eines Fonds erstmalig öffentlich zum Kauf angeboten werden.

Ausgabeaufschlag

siehe Emissionsgebühr

Ausgabepreis

Preis, zu dem Investmentgesellschaften in Deutschland ihre Fondsanteile verkaufen. Der Ausgabepreis ergibt sich aus dem Rücknahmepreis (Anteilpreis) zuzüglich einer Emissionsgebühr.

Ausschüttung

Meist werden bei Investmentfonds die ordentlichen und ggf. außerordentlichen Erträge einmal jährlich an den Anleger in Form einer Ausschüttung weitergegeben. Genau wie bei Aktien bewirkt eine Ausschüttung einen Rückgang des Fondspreises. Und zwar wird am Tag der Ausschüttung (Ex-Tag) der Ausschüttungsbetrag dem Fondsvermögen entnommen, wodurch sich bei einer gleich bleibenden Anzahl von Anteilen ein niedrigerer Fondspreis errechnet. Handelt es sich dagegen um einen thesaurierenden Fonds, dann werden die Erträge nicht direkt an den Anleger ausgeschüttet. In diesem Fall werden die Erträge automatisch in den Fonds des Anlegers neu investiert.

Ausschüttungsart

Ausschüttende Fonds zahlen die im Laufe des Geschäftsjahres angefallenen Erträge auf die von ihnen emittierten Investmentanteile aus. Dabei unterscheidet man zwischen ordentlichen Erträgen (Dividenden, Zinsen) und außerordentlichen Erträgen (realisierte Kursgewinne). Ein Fonds, der Ausschüttungen vornimmt, muss die ordentlichen Erträge ausschütten. Die außerordentlichen Erträge hingegen kann er ausschütten.

Thesaurierende Fonds hingegen verwenden die Erträge direkt zum Kauf weiterer Wertpapiere.

Auszahlplan

siehe Entnahmeplan

B

BaFin

siehe Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Baisse

Phase anhaltender starker Kursrückgänge an der Börse. Gegenteil: Hausse.

Barreserve

siehe Liquide Mittel

Benchmark

(= Vergleichsindex)
Dies ist der Vergleichsmaßstab für den Investmentfonds. Es sollte sich idealerweise um ein ungemanagtes Portfolio, das in die gleichen Werte wie der Fonds anlegt und frei zugänglich ist, handeln. In der Regel werden Börsenindizes verwendet.

Beta-Faktor

Maß für die Schwankung des Aktienkurses im Vergleich zum Gesamtmarkt. Ein Beta von 1 bedeutet, dass das Kursschwankungrisiko der Aktie gleich groß ist wie das des Gesamtmarktes. Ein Beta von z. B. 1,2 bedeutet, dass das Kursschwankungsrisiko der Aktie um 20 % größer ist als das des Gesamtmarktes.

Blue Chips

Gebräuchliche Bezeichnung für Aktien substanz- und ertragsstarker Unternehmen mit einer hohen Börsenkapitalisierung und einem entsprechend hohen Marktgewicht. Gegenteil: Nebenwerte/Mid Caps, Small Caps.

Börse

Handelsplatz für Waren und Wertpapiere. In Deutschland gibt es Börsen in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

Bond

siehe Anleihen

Bonität

Die Bonität oder auch Kreditwürdigkeit beschreibt die Fähigkeit einer Person oder eines Unternehmens, aufgenommene Schulden zurückzahlen zu können. Die Bonität großer Konzerne oder Staaten wird von Ratingagenturen bewertet. Je besser die Bewertung ausfällt, desto einfacher ist die Kreditaufnahme.

Bottom-up-Ansatz

Typisch für einen aktiven Managementstil. Das Fondsmanagement sucht primär nach interessanten Einzeltiteln, von denen es sich eine besonders gute Wertentwicklung erwartet. Erst dann werden die Branche sowie das Länder- und Währungsrisiko evaluiert.
Das Gegenteil: Top-down-Ansatz.

Branchenfonds

Wertpapierfonds, der nur in Wertpapiere einer bestimmten Industriebranche investiert (z. B. Energie- und Telekommunikationsfonds).

Brutto-Liquidität

siehe Liquiditätsquote

Bruttomittelaufkommen

siehe Mittelaufkommen

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Die BaFin vereint die Geschäftsbereiche der ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen (Sektor Bankenaufsicht), für das Versicherungswesen (Sektor Versicherungsaufsicht) sowie für den Wertpapierhandel (Sektor Wertpapieraufsicht / Asset Management) in sich und führt diese seit 1. Mai 2002 weiter.

BVI

Gegründet am 25. März 1970 in Frankfurt. Im BVI sind nahezu alle deutschen Investmentgesellschaften zusammengeschlossen. Seit dem 26. Juli 2001 wurde der potenzielle Mitgliederkreis des BVI u.a. um deutsche Vermögensverwaltungs-Gesellschaften erweitert. Entsprechend wurde auch der Name des BVI geändert. Zum 1.Januar 2004 wurde der Mitgliederkreis um Informationsmitglieder erweitert. Die Infomitgliedschaft richtet sich an Unternehmen, denen die auf Kapitalanlagegesellschaften und zugelassene Vermögensverwalter beschränkte ordentliche Mitgliedschaft nicht offen steht. Die Informationsmitgliedschaft steht auch Unternehmen mit Sitz im Ausland offen.

Die Hauptziele des BVI sind: Die Förderung des Investmentgedankens und die Wahrung der gemeinsamen Belange seiner Mitglieder.

BVI-Methode

Methode zur Berechnung der Wertentwicklung von Investmentfonds. Der BVI berechnet die Wertentwicklung von Investmentfonds zum jeweiligen Monatsultimo für eine Vielzahl von Anlagezeiträumen. Die Wertentwicklungsberechnung nach der BVI-Methode beruht auf der „time weighted rate of return"-Methode. Diese international anerkannte Standard-Methode ermöglicht eine einfache, nachvollziehbare und exakte Berechnung. Die Wertentwicklung der Anlage ist die prozentuale Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen am Anfang des Anlagezeitraumes und seinem Wert am Ende des Anlagezeitraumes. Ausschüttungen werden rechnerisch umgehend in neue Fondsanteile investiert. So werden die Wertentwicklungen ausschüttender und thesaurierender Fonds untereinander vergleichbar.

C

Cashflow

Mit dem Cashflow wird die Liquidität eines Unternehmens beurteilt. Er errechnet sich aus dem Verhältnis von Einzahlungen und Auszahlungen in einem bestimmten Zeitraum. Dabei ist oft die Wahl des Zeitraums entscheidend. Je höher der Cashflow, desto leichter fällt es dem Unternehmen, Geld für Investitionen aufzubringen. Ist der Cashflow langfristig negativ, kann Konkursgefahr bestehen. Denn das Unternehmen ist dann nicht zahlungsfähig. Unternehmen nutzen die Angabe des Cashflows oft, um den Unternehmenserfolg zu kommunizieren. Dabei darf nicht übersehen werden, dass große Investitionen den Cashflow kurzfristig verringern. Dennoch können diese für den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein.

Chart

Grafische Darstellung einer Kursentwicklung.

Corporate Governance

Bezeichnung aus dem Englischen für Unternehmensführung bzw. Unternehmensverfassung. Mittlerweile wird unter corporate governance die Kontrolle des Unternehmensmanagements durch die Anteilseigner bzw. Aktionäre verstanden. Die Notwendigkeit zur Kontrolle besteht beim Management einer Publikumsgesellschaft, weil zwischen Aktionären und Unternehmensmanagern keine Identität und somit eine Trennung von Eigentum und Kontrolle der Ressourcen des Unternehmens vorliegt. Die Überwachung übernimmt in Deutschland (nach deutschem Aktienrecht) der Aufsichtsrat. Kritiker des Überwachungssystems bemängeln u. a. die mangelnde Effizienz der Aufsichtsräte bei der Wahrnehmung der Kontrollaufgaben. Seit 2002 gibt es in Deutschland einen Deutschen Corporate Governance Kodex, der durch die gleichnamige Regierungskommission verabschiedet wurde.

Cost-Average-Effekt

Auch: Durchschnittskostenmethode. Bei einer gleich bleibenden Sparrate werden, je nach Entwicklung des Anteilspreises, bei höheren Kursen weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Anteile erworben. Langfristig erreicht der Anleger damit einen günstigeren durchschnittlichen Einstiegspreis.

Crash

Kurseinbruch an den Wertpapiermärkten

D

Dachfonds

Wertpapierfonds, dessen Fondsvermögen wiederum in andere Fonds investiert wird. Franklin Templeton bietet Multi-Asset-Strategien an. Das sind Fonds, die in meherere Anteilskassen und Investmentstrategien investieren können.

DAX

Frankfurter Börsenindex, der aus den Kursen der 30 umsatzstärksten deutschen Aktien berechnet wird.

Depot

Sammelstelle für Wertpapiere, auch für Investmentanteile. Es ist zu unterscheiden zwischen:

a) Wertpapierdepot bei einem Kreditinstitut, das nicht nur sichere Aufbewahrung garantiert, sondern dem Anleger auch die Verwaltung seiner Anteile abnimmt, so die Einziehung, Abrechnung und Gutschrift der Erträge.
b) Depot in Form eines Investmentkontos bei einer Investmentgesellschaft.

Depotbank

Um einen verstärkten Anlegerschutz zu gewährleisten, darf die Kapitalanlagegesellschaft die von ihr aufgelegten Sondervermögen nicht selbst verwahren, sondern muss damit ein anderes Kreditinstitut als Depotbank beauftragen. Diese verwahrt die Gegenstände des Fondsvermögens auf eigens dafür eingerichteten Sperrkonten oder Sperrdepots getrennt vom Vermögen der Investmentgesellschaft. Außerdem übernimmt die Depotbank die Ertragsausschüttungen, die Ausgabe und Rücknahme von Anteilsscheinen und die Ermittlung der Ausgabe- und Rücknahmepreise. Bei einer Depotbank muss es sich um ein unter staatlicher Aufsicht stehendes, in Deutschland zugelassenes Kreditinstitut handeln, das über ein haftendes Eigenkapital von mindestens 5 Mio. Euro verfügt. Für ihre Tätigkeit erhält die Depotbank ein aus dem Fondsvermögen zu zahlendes Entgelt. Dieses besteht in der Regel aus einer Depotgebühr für die Verwahrung des Fondsvermögens sowie einer Depotbankgebühr für ihre Durchführungs- und Kontrollaufgaben.

Depotwert

Der Depotwert errechnet sich aus der Zahl Ihrer Fondsanteile, multipliziert mit dem aktuellen Fondsrücknahmepreis.

Derivate

Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen der zugrunde liegenden Finanztitel (Basiswerte) richten. Derivate sind so konstruiert, dass sie die Schwankungen dieser Anlageobjekte überproportional nachvollziehen. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf hohe Kursgewinne desselben verwenden. Beispiele für Derivate: Optionen, Futures, Swaps.

Devisen

Devisen sind Forderungen auf ausländische Währungen. Sie können aus Guthaben oder Schecks auf ausländische Währungen bestehen. Ausländische Banknoten werden nicht Devisen, sondern Sorten genannt.

Disagio

(= Abgeld, Abschlag)
Betrag, um den der Emissionspreis bei Neuausgabe von Wertpapieren unter deren Nennwert liegt. Gegensatz: Agio.

Diversifikation

Da sich die Wertentwicklung einzelner Investments nicht vorhersagen lässt, setzt der besonnene Anleger nicht alles auf eine Karte. Diversifikation in verschiedene Aktientitel, Schuldner oder Währungen schützt gegen Totalverlust. Bei guter Mischung kann man trotzdem ein respektables Gesamtergebnis erzielen.

Dividenden

Die Dividende ist eine gewinnabhängige Zahlung an die Aktionäre. Die Zahlung einer Dividende wird jährlich von der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft beschlossen. Die Dividendenhöhe richtet sich in erster Linie nach dem Bilanzgewinn und der wirtschaftlichen Perspektive des Unternehmens.

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)

Werden zwischen einzelnen Ländern abgeschlossen und dienen der Vermeidung der Doppelbesteuerung im grenzüberschreitenden Kapitalverkehr. Deutschland hat mit einer Vielzahl von Staaten entsprechende Abkommen geschlossen. Die Inhalte variieren jedoch von Land zu Land. Informationen zu den jeweiligen Inhalten und Abkommen können beim Bundesfinanzministerium abgerufen werden.

Dow Jones Index

Der Dow Jones Industrial Index (DJII) ist der bekannteste Index der New Yorker Börse (New York Stock Exchange) und spiegelt – analog zum DAX-Index – die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten US-Aktien wider.

Durchschnittskosten-Effekt

= Cost-Average-Effekt.

E

EFAMA

Dachverband der europäischen Investment-Verbände mit Sitz in Brüssel. EFAMA bedeutet European Fund and Asset Management Association.

Einmalanlage

Die einmalige Einzahlung eines größeren Betrages für den Kauf von Investmentanteilen.

Emerging Markets Fonds

(= Schwellenländer-Fonds)
Investmentfonds, die in Aktien oder Renten aus osteuropäischen Reformstaaten sowie Schwellenländern in Asien, Lateinamerika, Afrika und Nahost investieren – also in Regionen, die zum Teil rasant wachsen, deren Kapitalmärkte aber auch sehr volatil sind.

Emission

Ausgabe von Wertpapieren auf dem Kapitalmarkt durch öffentlichen Verkauf. Meist durch Vermittlung einer Bank (Emissionsbank) oder eine Zusammenschluss von Banken (Konsortium).

Entnahmeplan

Bei einem Entnahmeplan erhält der Anleger aus einem bestimmten Investmentvermögen regelmäßige Zahlungen. Der auszuzahlende Betrag wird durch Verkauf der entsprechenden Anzahl von Fondsanteilen finanziert. Die Anleger lassen sich entweder die Erträge inklusive des eingezahlten Kapitals über einen festgesetzten Zeitraum auszahlen (Auszahlplan mit Kapitalverzehr) oder sie entnehmen ausschließlich die Kapitalerträge auf unbegrenzte Zeit (Auszahlplan mit Kapitalerhalt). Entnahmepläne sind besonders als zusätzliche Altersversorgung geeignet. Zuzahlungen, zusätzliche Auszahlungen oder die Auflösung des Investmentdepots sind jederzeit möglich.

ETFs

Exchange Traded Funds (ETFs) sind an der Börse gehandelte Indexfonds. Sie bilden einen Index möglichst genau nach, daher entwickelt sich der Kurs der Fonds relativ gleich zum Referenzindex. ETFs sind passive Investmentfonds. Franklin Templeton bietet seit September 2017 sogenannte Smart Beta ETFs an.

EZB

Europäische Zentralbank (engl. ECB), Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist die 1998 gegründete gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion. Die EZB bestimmt die Preis- und Geldpolitik der Europäsichen Union. Ihr Ziel ist Preisniveaustabilität, um große Schankungen des Geldwertes zu vermeiden sowie eine mögichst ausgegelichene konjunkturelle Entwicklung. Sie legt die Geldpolitik fest, führt Devisengeschäfte durch, verwaltet Währungsreserven uvm.

F

Feri Trust

Feri Trust bewertet Aktien- und Rentenfonds, die mindestens fünf Jahre am Markt sind und sich in eine Vergleichsgruppe von mindestens 20 Konkurrenzprodukten einordnen lassen. In die Endnote fließen zu 70% Wertentwicklungs- und zu 30% Risikokriterien ein.

Das Feri Trust Rating besteht aus einem einzigen Buchstaben von A bis E. Fonds mit der Bewertung A (sehr gut) haben über einen Zeitraum von fünf Jahren eine stabilere Wertentwicklung bei geringerem Risiko erzielt als andere Fonds derselben Kategorie.

Festverzinsliche Wertpapiere

siehe Anleihen

Fonds

siehe Investmentfonds

Fondsanteil

Kleinster Teil des Fondsvermögens. Zum Wert des Anteils siehe Anteilswert.

Fondsgesellschaft

siehe Investmentgesellschaft

Fondsmanagement

Das Fondsmanagement wird von der Investmentgesellschaft beauftragt, die Anlageentscheidung für das Sondervermögen eines Fonds zu treffen. Dabei achtet die Kapitalanlagegesellschaft darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Das Fondsmanagement beobachtet und analysiert die Finanzmärkte und deren Teilnehmer und legt das Geld der Kunden entsprechend der Anlagepolitik und der jeweiligen Situation so an, dass sich die Anlagen im Fondsvermögen hinsichtlich Ertragschancen und möglicher Risiken ergänzen und der Anleger von guten Erträgen bei möglichst hoher Sicherheit profitiert.

Fondspreis

siehe Anteilswert

Fondsvermögen

Die Gesamtheit der Vermögenswerte des Investmentfonds. Das Fondsvermögen (FV) ist eine stichtagsbezogene Größe.

Fondsvolumen

siehe Fondsvermögen

Fondswährung

Währung, in der der Preis eines Anteilsscheins an einem Investmentfonds ausgewiesen wird.

FTSE 100 (FOOTSIE)

Index, der aus den 100 größten britischen Unternehmen errechnet wird, die an der Londoner Börse notieren. Der „Footsie“ existiert seit 1984, sein aktueller Wert wird laufend ermittelt.

G

Geldmarkt

Markt für kurzfristiges Geldkapital (insbesondere Schatzwechsel und Schatzanweisungen des Bundes und der Länder). Die Geldmarktgeschäfte werden hauptsächlich zwischen Kreditinstituten bzw. zwischen der Bundesbank und Kreditinstituten getätigt. Wichtige Orientierungspunkte für die Zinssätze am Geldmarkt sind der Diskontsatz und der Lombardsatz.

Geldmarktfonds

Diese investieren zu 100 % in reine Geldmarktinstrumente (z. B. Festgelder, kurzlaufende, festverzinsliche Wertpapiere). Geldmarktfonds eignen sich besonders zur kurzfristigen Anlage und unterliegen kaum Kursschwankungen.

Gemischte Fonds

siehe Mischfonds

Gesamtkostenquote (TER)

Die Gesamtkostenquote eines Fonds (TER) drückt die Summe der Kosten und Gebühren eines Investmentfonds als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvermögens innerhalb des jeweils letzten Geschäftsjahres aus.

Growth-Ansatz

Wachstumsorientierte Anlagestrategie.

Growth-Fonds

Investmentfonds, bei denen die Wachstumsaussichten eines Unternehmens im Mittelpunkt stehen. Wachstum bedeutet in diesem Fall, dass Umsatz, Gewinn oder Cashflow pro Aktie schneller wachsen als bei anderen Unternehmen der Branche.

H

Halbjahresbericht

Der Halbjahresbericht enthält die Vermögensaufstellung und die Gewinn- und Verlustrechnung des Investmentfonds zum Ende des Halbjahres.

Hausse

Nachhaltiger Anstieg der Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarktes über einen mittleren bis längeren Zeitraum. Gegensatz: Baisse.

I

Index

Errechneter Durchschnitt ausgewählter Kurse eines Wertpapiermarktes. Am deutschen Aktienmarkt spiegelt der DAX-Index die Kursentwicklung der 30 umsatzstärksten/meistgehandelten deutschen Aktientitel wider. Der DAX ist das bekannteste Marktbarometer.

Institutionelle Anleger

Großunternehmen wie Versicherungen, Pensionskassen und Kapitalanlagegesellschaften, die große Summen veranlagen.

Investmentfonds

Als Begriffsdefinition nach deutschem Recht „Sondervermögen". Das Sondervermögen wird von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet und von einer von ihr unabhängigen Depotbank verwahrt. Der Begriff Sondervermögen besagt, dass es streng getrennt vom eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft zu halten ist. Bei Investmentfonds wird das mit einem einzelnen Wertpapier verbundene Risiko dadurch vermindert, dass viele verschiedene Wertpapiere gekauft werden. Wenn sich unter 100 Wertpapieren eines weniger gut entwickelt, beeinflusst es die Wertentwicklung der Anlage weniger, als wenn es die einzige Geldanlage wäre.

Investmentgesellschaft

Unter Investmentgesellschaften versteht man Kapitalanlagegesellschaften und Investmentgesellschaften.
Kapitalanlagegesellschaften (§ 2 VI InvG =Investmentgesetz) sind Kreditinstitute, deren Hauptzweck in der Verwaltung von Sondervermögen oder in der Verwaltung von Sondervermögen und der individuellen Vermögensverwaltung besteht.
Investmentgesellschaften (§ 2 V InvG = Investmentgesetz) sind Aktiengesellschaften, deren Unternehmensgegenstand nach der Satzung auf die Anlage und Verwaltung ihrer Mittel nach dem Grundsatz der Risikomischung zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage in Vermögensgegenständen nach § 2 IV Nr.1-4 und 7-9 InvG beschränkt ist.

ISIN

Abkürzung für International Security Identification Number.
Die ISIN dient der eindeutigen internationalen Identifikation von Wertpapieren. Sie besteht aus einem zweistelligen Ländercode (zum Beispiel DE für Deutschland), gefolgt von einer zehnstelligen alphanumerischen Kennung.

K

KGV

(engl.: Price-Earnings-Ratio,PER)
Bei dem KGV, dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, handelt es sich um eine Rentabilitätskennziffer, die im Rahmen der Aktienanalyse errechnet wird. Mit dem KGV wird zum Ausdruck gebracht, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns eine Aktie an der Börse bewertet wird (d. h., wie oft der Gewinn im Aktienkurs enthalten ist). (Berechnung: KGV = Aktienkurs/Gewinn pro Aktie)

L

Länderfonds

Investmentfonds, die sich bei ihrer Anlage auf ein bestimmtes Land bzw. mehrere unter bestimmten Gesichtspunkten zusammengefügte Staaten konzentrieren, wie z. B. Frankreich-, Großbritannien- oder BRIC-(Brasilien, Russland, Indien, China) Fonds.

Laufzeit

Die Laufzeit bedeutet bei Anleihen und Krediten die Zeit zwischen Ausgabe und Rückzahlung dieser Instrumente.

Leitzins

Der Leitzins ist ein Instrument der Zentralbank zur Steuerung der Geldpolitik innerhalb eines Wirtschaftsraumes. Die Höhe des Leitzinses hat Einfluss auf das Zinsniveau am Finanzmarkt.

Liquide Mittel

Barreserven im Investmentfonds, die es dem Management ermöglichen, rasch auf Anlagechancen zu reagieren. Die liquiden Mittel schaffen weiterhin die Möglichkeit, Anteilsverkäufer auszuzahlen. Eine große Barreserve kann die Wertentwicklung des Fonds beträchtlich beeinflussen.

M

Managementgebühr

siehe Verwaltungsvergütung

MiFID

Die MiFID (Markets in Financial Instruments Directive, deutsche Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente) ist eine Richtlinie der EG zur Harmonisierung der Rahmenbedingungen für Finanzdienstleistungen im europäischen Binnenmarkt.

Die MiFID ist ein wesentlicher Bestandteil des Aktionsplans für Finanzdienstleistungen (FSAP–Financial Services Action Plan) der Europäischen Kommission. Ziele des Aktionsplans sind ein verbesserter Anlegerschutz, Stärkung des Wettbewerbs und Harmonisierung des europäischen Finanzmarktes.

Mindestanlage

Mindestbetrag, der in einen Investmentfonds investiert werden muss. Auch bei einem Sparplan und einem Entnahmeplan existieren üblicherweise Mindestanlagesummen.

Mischfonds

Mischfonds können sowohl in Aktien als auch in Rentenpapiere investieren, sie kombinieren Wachstumschancen der Aktienengagements mit Renditen aus Anleihen.

Morningstar

Das Morningstar Rating überprüft, wie gut einzelne Fonds europaweit in ihrem entsprechenden Segment abgeschnitten haben. Untersucht werden alle Fonds, die länger als drei Jahre am Markt sind, bei denen ausreichend Informationen über eine Kategorisierung vorhanden sind und bei denen es keine wesentlichen Veränderungen in der Investmentstrategie gab. Das Rating setzt sich aus folgenden Hauptfaktoren zusammen:

Morningstar-Kategorien
Die Morningstar-Kategorien erfassen Fonds mit tatsächlich gleichen Anlagezielen, basierend auf den einzelnen Portfoliopositionen, z. B. Aktien Europa Standardwerte, Aktien Europa mittelgroß.

Kosten
Die Emissionsgebühren und die jährlichen Managementgebühren eines Fonds werden automatisch in den reinen Wertentwicklungszahlen berücksichtigt.

Risikoangepasste Rendite
Die dreijährige Wertentwicklung ist die Grundlage des Fondsratings. Die Berechnungsmethode belohnt Fonds mit einer stabilen langfristigen Wertentwicklung, d. h. gute Wertentwicklung, geringes Risiko.

Bewertung 

Top 10%
Obere 11% bis 22,5%
Mittlere 22,6% bis 67,5 %
Untere 22,5%
Untere 10%

N

Nebenwerte

(auch Mid Caps, Small Caps genannt) Aktien von mittleren und kleinen börsennotierten Gesellschaften.

Net Asset Value (NAV)

siehe Nettoinventarwert

Nettoinventarwert (NIW)

Der Nettoinventarwert wird von der Depotbank errechnet. Er ergibt sich aus der Summe aller zum Mittelkurs bewerteten Vermögensgegenstände abzüglich sämtlicher Verbindlichkeiten.

Nikkei Index

Japanischer Aktienindex, der seit 1949 berechnet wird. Der Nikkei 225 besteht aus 225 japanischen Werten, seine Ermittlung erfolgt laufend.

O

Offene Fonds

Bei offenen Fonds gibt die Investmentgesellschaft laufend neue Fondsanteile heraus. Die Anzahl der umlaufenden Anteile ist nicht begrenzt; die Kapitalanlagegesellschaft ist verpflichtet, die Anteile jederzeit wieder zurückzunehmen.

P

Performance

siehe Wertentwicklung

Portfolio bzw. Portefeuille

Zusammensetzung eines Vermögens. Bei Wertpapierinvestmentfonds speziell die Zusammensetzung des Wertpapiervermögens.

Preisveröffentlichung

Der Ausgabepreis und der Rücknahmepreis müssen bei jeder Ausgabe oder Rückgabe von Anteilen – in der Regel börsentäglich, jedoch mindestens zweimal im Monat – in einer hinreichend verbreiteten Wirtschafts- oder Tageszeitung oder in den in den Verkaufsprospekten bezeichneten elektronischen Informationsmedien veröffentlicht werden (§ 36 VI S.2 InvG = Investmentgesetz).

Prospekt

siehe Verkaufsprospekt

Publikumsfonds

Investmentfonds, deren Anteilsscheine von jedermann erworben werden können. Im Gegensatz dazu: Spezialfonds

R

Rating

Bewertung eines Investmentfonds bzw. Bonitätseinstufung des Wertpapieremittenten nach einem standardisierten Verfahren.

Rating-Agenturen

Morningstar Ranking1Feri Trust
Bewertungsmethode Quantitatives Rating Rating
Zulassungskriterien für Fonds mindestens 3 Jahre mindestens 5 Jahre
Was wird bewertet? Kosten- und risiko-angepasste Rendite über 
3 Jahre
Wertentwicklung und Risiko
Basis der Bewertung Fonds innerhalb der europäischen Vergleichs-gruppe Fonds innerhalb der Vergleichsgruppe und Index
Bewertungssymbole  (schwächste 10%) bis 
 (beste 10%)
A (sehr gut) bis E (schwach)
Ratings im Auftrag von Fondsgesellschaft nein nein

Rendite

Die Rendite wird in Prozent angegeben und ist der auf Jahresbasis umgerechnete Ertrag einer Kapitalanlage.

Renten

siehe Anleihen

Rentenfonds

Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend festverzinsliche Wertpapiere wie zum Beispiel Pfandbriefe, Kommunalobligationen, Anleihen, EURO-Anleihen ausländischer Aussteller und Fremdwährungsanleihen enthält. Sein Anlegerkreis sind Sparer mit dem Anlageziel stetiger Erträge. Rentenfonds weisen im Vergleich zur Direktanlage ein wesentlich eingeschränkteres Kursrisiko auf. Der Anlageerfolg eines Rentenfonds wird begünstigt durch den ständigen festen Ertrag der in Rentenfonds enthaltenen Papiere, durch die „richtige" Laufzeitgestaltung und dadurch, dass der Rentenfonds die nur Großanlegern gewährten Bonifikationen (verringerte Kauf-/Verkaufsspesen) bei Neuemissionen nutzen kann.

REX

Deutscher Rentenindex, der die Entwicklung am Anleihenmarkt repräsentiert. Es sind 30 Anleihen mit Laufzeiten von einem bis zu zehn Jahren und verschiedenen Zinssätzen berücksichtigt.

Risiko

siehe Volatilität

Rücknahmepreis

Preis, zu dem die Investmentanteile zurückgenommen werden. Der Rücknahmepreis entspricht dem Anteilswert.

S

Schwellenländer-Fonds

siehe Emerging Markets Fonds

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio misst den Überschussertrag eines Fonds gegenüber einer Festgeldanlage und teilt diese Differenz durch die Volatilität des Fonds.

Eine positive Kennzahl zeigt an, dass gegenüber der risikolosen Geldmarktanlage eine höhere Rendite erreicht wurde und in welchem Verhältnis diese Mehrrendite zum eingegangenen Risiko steht. Eine negative Sharpe Ratio bedeutet, dass eine niedrigere Rendite gegenüber einer Festgeldanlage erwirtschaftet wurde.

SICAV

Eine SICAV (Société d´investissement à Capital Variable) ist eine Rechtsform für Investmentfonds. Besonders in Luxemburg verbreitet.

Sondervermögen

Das bei der Investmentgesellschaft gegen Ausgabe von Anteilsscheinen eingelegte Kapital und die damit angeschafften Vermögensgegenstände bilden ein Sondervermögen. Das Sondervermögen muss von dem eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt gehalten werden.

Sparplan

Ein Sparplan ist eine regelmäßige Zahlung eines bestimmten Betrages zur Ansammlung von Fondsanteilen. Ein besonderer Vorteil für den Anleger liegt in der Flexibilität des Sparplanes, der nahezu alle Varianten hinsichtlich der Höhe, Zahlungsweise, Anlagedauer u. Ä. zulässt. Der Anleger profitiert zudem vom Cost-Average-Effekt.

Spezialfonds

Investmentfonds, die nur einem begrenzten Anlegerkreis vorbehalten sind. Meist handelt es sich um institutionelle Anleger, wie zum Beispiel Versicherungsunternehmen, Pensionskassen oder Stiftungen. Spezialfonds dürfen nicht mehr als 30 Anteilsinhabern zugänglich sein. Der Spezialfonds unterliegt ebenso wie ein Publikumsfonds dem Investmentgesetz.

Staatsanleihen

Käufer von Staaatsanleihen leihen Staaten Geld für eine festgelegte Laufzeit. Der Staat zahlt das Kapital zu einem bestimmten Prozentsatz und Zinsen nach Ende der Laufzeit zurück.

Switch

Wechsel von einem Investmentfonds in einen anderen

T

TER

siehe Gesamtkostenquote

Thesaurierende Fonds

siehe Thesaurierung

Thesaurierung

Bei thesaurierenden Fonds verbleiben die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Erträge dauerhaft im Fondsvermögen und erhöhen so permanent den Anteilswert. Eine Ausschüttung an den Anleger findet nicht statt. Das Gegenteil dazu sind ausschüttende Fonds, die in der Regel einmal jährlich die aufgelaufenen Erträge an die Anleger auszahlen.

Top-down-Ansatz:

Anlagestrategie, wonach zuerst die Gesamtwirtschaft (Konjunktur) analysiert wird, dann einzelne Branchen und schließlich das einzelne Unternehmen betrachtet wird.
Gegensatz: Bottum-up-Ansatz

Top-Holdings

Unter Top-Holdings versteht man die prozentual größten Positionen der Gesamtanlagesumme eines Investmentfonds. Oft wird dadurch der Fonds bereits zu circa 50 % oder mehr in seiner Zusammensetzung beschrieben, was dem Anleger einen sehr guten Eindruck vermittelt, worauf Kursveränderungen zurückzuführen sind.

Total-Return-Fonds

Total-Return-Fonds haben das Ziel, unabhängig von der Börsenentwicklung eine positive Wertentwicklung zu erwirtschaften. Sie können dabei, je nach Anlagebedingungen, alle Assetklassen nutzen.

Tracking Error

Dies ist ein Maß für die Qualität der Benchmarknachbildung. Gemessen wird der Tracking Error als Standardabweichung der Differenz zwischen Portfolio- und Benchmarkrendite. Deshalb muss der Tracking Error als Risiko interpretiert werden, die Rendite einer vorgegebenen Benchmark zu verfehlen.

U

Umbrella-Fonds

Umbrella-Fonds (Ursprungsland Großbritannien) stellen ein Fondskonzept dar, unter dessen Dach sich mehrere Subfonds (Unterfonds) befinden. Alle Investmentfonds werden unter der Regie einer Investmentgesellschaft verwaltet, weisen aber unterschiedliche Anlageschwerpunkte auf. Ein Umbrella-Fonds ist jedoch kein Dachfonds, der das Anlagekapital in andere Fonds investiert, sondern unter dem Mantel des Umbrellas kann der Anleger mehrere Subfonds erwerben.

Umschichten

Darunter versteht man das Wechseln von einem Investmentfonds in einen anderen Investmentfonds.

Unternehmensanleihen

(engl. Corporate Bonds) Käufer von Unternehmensanleihen leihen einem Unternehmen zu einer festgelegten Laufzeit Geld, das sie am Ende der Laufzeit mit Zinsen zurück erhalten. Der Zinssatz hängt u.a. von der Bonität der Unternehmen ab, Anleger sollten daher auf Unternehmen mit guter Bonität achten. Die Kreditwürdigkeit wird von Ratingagenturen festgelegt.

Unterscheidung Ratings und Rankings

Die mangelnde Vergleichbarkeit von Ratings ist bei der Vielzahl an Analysehäusern und Methoden also leicht nachzuvollziehen. Aus diesem Grund hat der BVI zusammen mit zwölf der größten Analysehäuser in einem Arbeitskreis gemeinsame Standards für die Beurteilung von Investmentfonds formuliert. Ziel war die Erhöhung der Transparenz und Vergleichbarkeit von Fondsratings, um damit die Wertigkeit eines Ratings zu verbessern. Die Analysehäuser wurden aufgefordert, sich selbst als Rating- oder Rankinghaus einzuordnen und ihren Analyseprozess zu beschreiben. Hier finden Sie die Ergebnisse der damaligen Intitiative zur Erstellung von Ranking-/Rating-Transparenz-Standards.

Während unter Ranking die Bewertung von Fonds auf Basis historischer Daten verstanden wird, erhält das Rating Prognosequalität. Das bedeutet, dass ein Rating nicht nur auf historischen Daten, sondern auch auf Einschätzungen basiert, wie z. B. die Bewertung des Fondsmanagements.

V

Value-Ansatz

Aktienfonds, die nur besonders solide Titel ins Portfolio nehmen. Das Fondsmanagement sucht nach unterbewerteten Titeln, die sich durch ein niedriges Kurs-Buchwert- oder Kurs-Gewinn-Verhältnis, eine hohe Dividendenrendite und ein solides Gewinnwachstumspotenzial auszeichnen.

Value-Fonds

Bei Value-Fonds stehen die Bewertung und die Stabilität des Investments im Vordergrund, also beispielsweise Unternehmen, deren Gewinne stetig sind und deren Wachstum kontinuierlich verläuft.

Vergleichbarkeit von Ratings

Ziel und Zweck eines Ratings ist es, die Vergleichbarkeit von Investmentfonds zu ermöglichen. Das setzt jedoch voraus, dass die Analysehäuser Fonds auch anhand derselben Kriterien bewerten. Das bedeutet, dass die Bewertung zum gleichen Stichtag durchgeführt wird, die Fonds in derselben Vergleichsgruppe einsortiert werden und dass die Beurteilung auf demselben Ansatz basiert. Während jedoch einige Ansätze qualitative Kriterien heranziehen, wie z. B. die Fähigkeiten eines Fondsmanagers, basieren andere Ansätze ausschließlich auf quantitativen Kriterien, d. h. allein auf Zahlen, wie z. B. der Wertentwicklung.

Aber es wird noch komplizierter. Einige Ratingagenturen bewerten Fonds im Vergleich zu Konkurrenzprodukten, andere im Vergleich zur Benchmark. Dann gibt es Häuser, die ihre Ratings nur vergeben, wenn sie von der Fondsgesellschaft damit beauftragt werden. Ein Beispiel hierfür ist das S&P Fund Rating. Das Problem hierbei ist, dass nicht alle Fonds miteinander verglichen werden, sondern nur die Fonds der Fondsgesellschaften, die bereit sind, für ihre Bewertung zu bezahlen.

Vergleichsindex

= Benchmark

Verkaufsprospekt

Das Investmentgesetz schreibt zwingend vor, dass dem Käufer von Fondsanteilen ein Verkaufsprospekt mit den Vertragsbedingungen des Investmentfonds zu übergeben ist. Er enthält alle Angaben, die für die Beurteilung einer Anlage in Investmentfonds von wesentlicher Bedeutung sind. Hierzu gehören Angaben über Firma, Rechtsform, Sitz und Eigenkapital der Investmentgesellschaft und der Depotbank sowie die gesetzlich geforderten Angaben der Vertragsbedingungen. Der Verkaufsprospekt muss von der BaFin genehmigt werden.

Verwaltungsvergütung

Die Investmentgesellschaft erhält für ihre Management- und Verwaltungsleistung einen festgelegten Prozentsatz des Fondsvermögens als Verwaltungsgebühr.

Volatilität

Maß für die Schwankungsbreite eines Wertpapierkurses oder Indexes um seinen Mittelwert in einem festen Zeitraum. Ein Wertpapier wird als volatil bezeichnet, wenn sein Kurs relativ starken Schwankungen innerhalb eines recht kurzen Zeitraumes unterliegt. Für Anleger besteht dadurch eine Chance auf schnelle Kursgewinne, andererseits aber auch das Risiko auf schnelle Verluste.

W

Wechselkurs

Der Wechselkurs bezeichnet das Umtauschverhältnis zweier Währungen.

Wertentwicklung

Der BVI berechnet die Wertentwicklung von Investmentfonds zum jeweiligen Monatsultimo für eine Vielzahl von Anlagezeiträumen. Die Wertentwicklungsberechnung nach der BVI-Methode beruht auf der „time weighted rate of return"-Methode. Diese international anerkannte Standard-Methode ermöglicht eine einfache, nachvollziehbare und exakte Berechnung. Die Wertentwicklung der Anlage ist die prozentuale Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen am Anfang des Anlagezeitraumes und seinem Wert am Ende des Anlagezeitraumes. Ausschüttungen werden rechnerisch umgehend in neue Fondsanteile investiert. So werden die Wertentwicklungen ausschüttender und thesaurierender Fonds untereinander vergleichbar.

Wertpapier

Urkunde, in der ein privates Recht verbrieft ist. Oftmals werden unter Wertpapieren in erster Linie Aktien, Schuldverschreibungen und Investmentzertifikate verstanden.

Wertpapierkennnummer

Die Wertpapierkennnummer (= WKN) ist eine sechsstellige Zahl, die jedes Wertpapier – also auch jeden Investmentfonds – eindeutig identifiziert.

Y

Zinseszinseffekt

Durch die Wiederanlage von Ausschüttungen ergibt sich ein Zinseszinseffekt. Durch die zusätzlichen Fondsanteile erhöhen sich die in den nächsten Jahren anfallenden Ausschüttungen.